/ via ihk rhein-neckar /
“Bundesverkehrsministerium muss Finanzierung sicherstellen”
Mannheim, 21. Januar 2026. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar sieht die derzeit nicht gesicherte Finanzierung des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Mannheim-Heidelberg kritisch. Eine grundsätzliche Absage des Bundesverkehrsministeriums an das Projekt liege indes noch nicht vor. Umso wichtiger sei es, zeitnah Klarheit über die Finanzierung zu schaffen.
“Dass die Mittel für den Ausbau aktuell nicht eingeplant sind, ist für die Wirtschaft der Region eine schlechte Nachricht. Gleichzeitig gilt: Das Projekt ist nicht vom Tisch. Jetzt kommt es darauf an, dass das Bundesverkehrsministerium Verantwortung übernimmt, die Finanzierung für das Vorhaben sicherstellt und so Planungssicherheit schafft”, erklärt IHK-Präsident Manfred Schnabel. Der viergleisige Ausbau des Engpasses zwischen Heidelberg-Wieblingen und dem Heidelberger Hauptbahnhof ist aus Sicht der Unternehmen von zentraler Bedeutung. Die Strecke zählt zu den wichtigsten Schienenachsen in der Region und ist vor allem für Pendlerinnen und Pendler von großer Bedeutung.
“Eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur ist ein harter Standortfaktor. Gerade im Verdichtungsraum Rhein-Neckar mit seinen vielen Industrie-, Forschungs- und Dienstleistungsarbeitsplätzen stoßen wir seit Jahren an Kapazitätsgrenzen. Ohne zusätzlichen Ausbau drohen weitere Verspätungen, Angebotskürzungen und ein Verlust an Zuverlässigkeit”, so Schnabel.
Vor dem Hintergrund des Sondervermögens für Infrastruktur sieht die IHK Rhein-Neckar den Bund in der Pflicht, Prioritäten neu zu ordnen. Baureife und planerisch weit fortgeschrittene Projekte müssten dabei besondere Berücksichtigung finden. “Mit dem Sondervermögen stehen erhebliche Mittel zur Verfügung. Entscheidend ist nun, dass diese dort eingesetzt werden, wo sie kurzfristig Wirkung entfalten. Planerisch weit fortgeschrittene Schienenprojekte wie der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke Mannheim-Heidelberg gehören ganz oben auf die Liste”, fordert Schnabel. “Fertig geplante Projekte müssen auch umgesetzt werden, sonst verlieren Wirtschaft und Bevölkerung das Vertrauen in die Verlässlichkeit staatlicher Infrastrukturpolitik.”
