/ via zoo heidelberg /
Aus dem Schatten ins Rampenlicht: Der südamerikanische Yarrellzeisig ist gefährdet, seine Bestände nehmen in der Natur weiter ab. Deshalb ist der Zoo Heidelberg im vergangenen Jahr als aktuell einziger Zoo außerhalb Südamerikas in die Haltung der Art eingestiegen. Inzwischen sind die ersten Jungvögel geschlüpft. Die Geschichte des Yarrellzeisigs steht stellvertretend für zahlreiche kleine, unscheinbare Vogelarten, denen der Zoo Heidelberg eine Plattform bieten möchte.
Der Yarrellzeisig ist ein kleiner Singvogel aus Brasilien und Venezuela mit melodischem Gesang und auffälligem Gefieder, der unter anderem genau deshalb in der Natur zunehmend unter Druck steht: Intensive Wilderei und illegaler Handel, aber auch der Verlust geeigneter Lebensräume durch Abholzung und landwirtschaftliche Nutzung haben den Beständen stark zugesetzt. Nach aktuellen Schätzungen gibt es in der Natur nur noch zwischen etwa 6.000 und 15.000 Individuen – Tendenz fallend. Aufgrund dieser Entwicklung stuft die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Art als „gefährdet“ ein.
