/ via akademie für ältere /
Im Erbacher Schloss ist nicht nur jedes einzelne Objekt im jeweiligen Sammlungsbereich von großem kulturhistorischen Wert. Das ganze, über die Zeiten kaum veränderte Ensemble ist zugleich als eigenes Kunstwerk zu betrachten, wie es nur wenig Vergleichbares gibt. Dass so viel unter einem Dach zusammenkam, liegt nicht nur, doch zum größten Teil an einem besonderen Vertreter des Erbacher Grafengeschlechts:
Franz I. (1754-1823).
Während seiner sechsjährigen Bildungsreise durch Europa entdeckte Graf Franz I. Sammlungen kostbarster Elfenbeinarbeiten, wie wohl auch die kunstvolle Verarbeitung des edlen Materials. Zurück im Odenwald fertigte er in seiner eigenen Werkstatt u.a. Dosen und Tafelgerät aus Elfenbein, Schildpatt und Büffelhorn an. Durch seine Vorreiterrolle als Künstler, durch die Gründung der Elfenbeindreherzunft 1783, die Beschaffung von Material und die Reduktion von Zollbarrieren unterstützte Graf Franz I. sein wirtschaftliches Experiment von Beginn an. Seine umfassende Bildung bot hierfür die Voraussetzung.
Ausgehend von Graf Franz I. und dessen eigenhändig gefertigten Elfenbeinarbeiten zeigt das Deutsche Elfenbeinmuseum einen chronologischen Rundgang von den Anfängen der Erbacher Elfenbeinkunst bis in die Moderne. Gleichsam schwebend treten die Exponate aus der Dunkelheit ins Licht. Das individuelle Erlebnis, die Freude an der Ästhetik jedes einzelnen gestalteten Werkes steht im Zentrum dieser modernen und preisgekrönten Präsentation.
Durch seine Liebhaberei für das Drechseln von Elfenbein gründete er nicht nur einen florierenden Handwerkszweig, sondern sorgte auch dafür, dass sich der Odenwald mit Europa vernetzte. Im ehrenden Andenken an ihn zeigt das 2016 im Erbacher Schloss neu eröffnete Deutsche Elfenbeinmuseum in modern gestalteten Vitrinen Werke aus drei Jahrhunderten. Angegliedert ist die Museumswerkstatt. Im Einklang mit dem Artenschutz werden heute nur alternative Materialien wie Taguanuss, Bein (Rinderknochen) und fossiles Mammut-Elfenbein zu Schmuckunikaten und Kunstwerken verarbeitet
Wir haben für Sie eine 60 minütige Führung durch das Elfenbeinmuseum organisiert inklusive eines Besuches im Werkbankbereich.
Es begleitet Sie unsere Dozentin Frau Anne Schmid-Stampfer
Wir fahren mit dem Zug nach Erbach.
Sie benötigen ein Deutschlandticket
Beginn der Führung: 11:30 Uhr
TREFFPUNKT: Mittwoch 04.03.2026 Heidelberg Hbf Bahnhofshalle 09:30 Uhr
ABFAHRT: 09:49 Uhr RE 10a Richtung Heilbronn
24 Minuten Zeit zum Umsteigen in Eberbach
10:38 Uhr RB 82 Richtung Frankfurt
ANKUNFT Erbach: 11:05 Uhr
Während seiner sechsjährigen Bildungsreise durch Europa entdeckte Graf Franz I. Sammlungen kostbarster Elfenbeinarbeiten, wie wohl auch die kunstvolle Verarbeitung des edlen Materials. Zurück im Odenwald fertigte er in seiner eigenen Werkstatt u.a. Dosen und Tafelgerät aus Elfenbein, Schildpatt und Büffelhorn an. Durch seine Vorreiterrolle als Künstler, durch die Gründung der Elfenbeindreherzunft 1783, die Beschaffung von Material und die Reduktion von Zollbarrieren unterstützte Graf Franz I. sein wirtschaftliches Experiment von Beginn an. Seine umfassende Bildung bot hierfür die Voraussetzung.
