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Aufbauarbeiten der großen LandArt Installation im Innenhof des Kurpfälzischen Museums Heidelberg

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Die Installation "un/sichtbar" von Barbara Guthy und Soana Schüler fordert zum genaueren Hinsehen auf

Aufbauarbeiten der großen LandArt Installation ab Mitte März im Innenhof des Kurpfälzischen Museums

Seit Jahrzehnten wird auf der Berlinale die Auszeichnung "Goldener Bär" überreicht und großem Kunstschaffen applaudiert. Dass die mittlerweile vielfach reproduzierte Figur des aufgerichteten Bären von Renée Sintenis stammt, ist kaum bekannt. Die Künstlerin, einst international anerkannt, mit Professur und hohen Auszeichnungen geehrt, war aktive Netzwerkerin in der GEDOK, dem vor 100 Jahren gegründeten Künstlerinnen-Bund.

Frauen wie Renée Sintenis sollen durch eine LandArt-Installation im Innenhof des Kurpfälzischen Museums aus Anlass des Jubiläums neue Aufmerksamkeit erhalten. Mit Naturmaterialien und einem raumgreifenden Konzept gehen die beiden Heidelberger GEDOK-Künstlerinnen Barbara Guthy und Soana Schüler der Frage nach Netzwerkarbeit und Sichtbarkeit von Frauen in der Kunst nach. Auch Sammlungsstücke des Kurpfälzischen Museums werden einbezogen.

Mit zwei großen Anhänger-Ladungen transportierten sie Rebschnitt des Heidelberger Weingutes Dachsbuckel zum Museum. Ab Mitte März kreieren sie im Hof des Kurpfälzischen Museums Heidelberg einen Rebenumrankten Kubus, bei dem GEDOK Künstlerinnen aus allen Sparten erkennbar werden. Einige, die es geschafft haben. Zahlreiche andere, deren Nachlass droht, in Vergessenheit zu geraten. "Manche der großen GEDOK-Künstlerinnen, die sogar auf der Documenta vertreten waren und großes internationales Ansehen genossen haben, sind kaum mehr auffindbar. Das hat uns sehr bestürzt," berichtet Barbara Guthy aus ihrer Vorbereitungsarbeit für die Installation. "Und dass Frauen sich gegenseitig unterstützen, kommt in der Berichterstattung kaum vor, die Zugehörigkeit zur GEDOK wird kunsthistorisch meist weggelassen. Selbst bei Künstlerinnen, die es ins Rampenlicht der Öffentlichkeit geschafft haben, fehlen häufig die Hinweise auf ihre Mitgliedschaft".

Foto
Plastisches Selbstporträt von Renée Sintenis (1923) im Rebgeflecht der Installation "un/sichtbar".
Abbildung: Guthy/Kurpfälzisches Museum Heidelberg

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