Hölderlin-Abend

/ via taeter theater /

Im Winde klirren die Fahnen

Einer der großen deutschen Dichter, Johann Christian Friedrich Hölderlin, stirbt am 7. Juni 1843 in Tübingen. In Tübingen hat auch alles angefangen. Wir sehen ihn aus der Tür des Stifts treten, wo er zur Schule geht, inmitten der Freunde Neuffer, Magenau, Hegel und Schelling.

Sie haben große Pläne allesamt, schlagen sich diskutierend die Nächte um die Ohren mit Politik, Philosophie und Poesie. Kant und vor allem Schiller, von dem die Welt spricht, sind ihre Helden.

Schon in der Mitte des Lebens verdüstert sich Hölderlins Geist. Immer öfter verliert er den Kampf um Selbstbeherrschung, erliegt seiner unendlichen Erschöpfung und führt laute, wilde Selbstgespräche. Er ist geistig und körperlich am Ende seiner Kraft.

Manche sagen, er sei gar nicht verrückt gewesen. Er habe nur die Welt nicht mehr ertragen.

Anne Steiner-Graczol und Wolfgang Graczol bringen an diesem Leseabend Lebensdaten und Gedichte Hölderlins zu Gehör.

Quelle

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