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Die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben sich in den vergangenen Wochen mit Nachdruck an den Bundesverkehrsminister gewandt, um auf die Dringlichkeit beim Ausbau des Schienenknotens Rhein-Neckar hinzuweisen. In einem gemeinsamen Schreiben von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann und Staatssekretärin Elke Zimmer Ende Januar sowie einem weiteren Schreiben der rheinland-pfälzischen Mobilitätsministerin Katrin Eder Anfang März fordern die Länder den Bund auf, die Finanzierung für wichtige Maßnahmen im Schienenknoten Rhein-Neckar sicherzustellen.
Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) begrüßt diesen gemeinsamen Vorstoß ausdrücklich. Der Schulterschluss der beiden Länder unterstreiche die große Bedeutung des Projekts für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar sowie für den nationalen und europäischen Schienenverkehr.
Der Schienenknoten Rhein-Neckar zählt zu den wichtigsten Verkehrsdrehscheiben im europäischen Schienennetz. Er verbindet Baden-Württemberg mit großen Teilen Deutschlands und Europas und ist Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V). Gleichzeitig befindet sich hier mit dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands sowie dem zweitgrößten deutschen Binnenhafen eine zentrale Drehscheibe des europäischen Güterverkehrs, von dem die Wirtschaft im gesamten Südwesten profitiert. Der Schienenknoten ist aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Gesamtregion seit einigen Jahren erheblich überlastet, weil die Infrastruktur nicht ausreichend an die erhöhten Zugzahlen angepasst wurde. Die vorhandenen Engpässe wirken sich auf den Personen- und Güterverkehr in weiten Teilen Süddeutschlands aus.
„Der Ausbau des Schienenknotens Rhein-Neckar ist nicht nur ein regionales Projekt, sondern von zentraler Bedeutung für den Bahnverkehr in ganz Deutschland“, erklärt Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverbands Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) und Oberbürgermeister der Stadt Mannheim. „Dass Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hier gemeinsam gegenüber dem Bund auftreten, ist ein starkes Zeichen für die gesamte Region. Das Schreiben der beiden Länder unterstreicht, wie wichtig unser länderübergreifender Zweckverband auch nach 42 Jahren ist, um gemeinsam die Landesgrenzen immer wieder überwinden zu können.“
Aus Sicht des VRN ist es entscheidend, dass die zahlreichen Einzelmaßnahmen koordiniert umgesetzt werden. „Der Schienenknoten Rhein-Neckar ist ein komplexes Infrastrukturprojekt mit vielen miteinander verzahnten Bausteinen, die bisher aber leider in diversen Einzelprojekten getrennt voneinander geplant und von unterschiedlichen Stellen bei der DB verantwortet werden. Diese Zersplitterung kostet Zeit und steht einer in sich schlüssigen nachhaltigen Gesamtlösung im Weg. Deshalb braucht es eine klare Bündelung der Maßnahmen in einer Projektgesellschaft, damit Planung, Finanzierung und Umsetzung effizient gesteuert werden können“, macht Dr. Michael Winnes, Geschäftsführer der VRN GmbH, deutlich. Gleichzeitig betont er die Bedeutung eines leistungsfähigen neuen Tunnels für die Zukunft des regionalen und überregionalen Bahnverkehrs. „Der von der DB unter dem Mannheimer Hauptbahnhof geplante Tunnel kann seine volle Wirkung nur entfalten, wenn er auch über Bahnsteige verfügt und damit für Fahrgäste nutzbar ist. Die Tunnelbahnsteige ersparen erhebliche Umbaukosten im Ostkopf des Hauptbahnhofes und würden die Kapazität des Gesamtknotens so erheblich entlasten, dass nicht nur die bereits bestehenden Engpässe aufgelöst werden können, sondern auch in den kommenden Jahrzehnten der Schienenverkehr in der Region weiter wachsen kann“, so der VRN-Geschäftsführer weiter.
Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar unterstützt daher die Forderung der beiden Länder an den Bund, kurzfristig die notwendigen finanziellen Mittel für die bauvorbereitenden Maßnahmen bereitzustellen. Der Ausbau des Schienenknotens Rhein-Neckar ist ein Schlüsselprojekt für eine leistungsfähige, zuverlässige und klimafreundliche Schieneninfrastruktur in Deutschland und Europa.
Weitere Informationen zur Initiative „Schienenknoten Rhein-Neckar“ sind auf der Website des VRN unter folgendem Link abrufbar: www.vrn.de/schienenknoten
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Pressefoto: Starker Schulterschluss für den Schienenknoten Rhein Neckar
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