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Bahnverkehr in der Region: Bundesregierung stoppt Ausbau – Grüne kritisieren scharf

/ via bündnis 90 – die grünen heidelberg /

Pressemitteilung von Dr. Franziska Brantner MdB und Florian Kollmann vom 16.01.2026 //

Für den geplanten viergleisigen Ausbau des Knoten Mannheims gibt es vorerst kein Geld vom Bund. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Die Heidelberger Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner sowie der Landtagskandidat und Stadtrat Florian Kollmann kritisieren die Entscheidung scharf. Sie warnen vor spürbaren Folgen für Pendlerinnen und Pendler sowie für die Wirtschaftsregion Rhein-Neckar.

Zu dem geplanten Projekt zählt auch der viergleisige Ausbau zwischen Heidelberg-Wieblingen und dem Heidelberger Hauptbahnhof. Der derzeit zweigleisige Abschnitt stellt einen erheblichen Engpass auf der Strecke zwischen Mannheim und Heidelberg dar. Die zwei zusätzlichen Gleise werden dringend benötigt, um die Kapazität auf der Strecke zu erhöhen.

„Wir brauchen mehr statt weniger Investitionen in die Schiene. Dass das CDU-Verkehrsministerium ausgerechnet jetzt dieses wichtige Ausbauprojekt für Heidelberg und die Region stoppt, ist ein fatales Signal für alle, die täglich auf einen funktionierenden Bahnverkehr angewiesen sind“, sagt Florian Kollmann, grüner Landtagskandidat und Stadtrat.

Die grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner kritisiert den Umgang der Bundesregierung mit den verfügbaren Mitteln: „Im Sondervermögen sind Milliarden für die dringend notwendige Sanierung der Bahn-Infrastruktur vorgesehen. Stattdessen finanziert diese Bundesregierung damit neue Autobahnen. Das Geld ist da, es muss dringend in das marode Schienennetz investiert werden. Es darf nicht sein, dass bereits fertige geplante Bahn-Projekte in der Region nicht umgesetzt werden. Es ist eine Schande, wie die Bundesregierung die Milliarden verschwendet.“

Brantner weiter: „Die Entscheidung der Bundesregierung trifft eine Region, die ohnehin mit Einschränkungen zu kämpfen hat. Die Strecke nach Mannheim zählt zu den wichtigsten Bahnverbindungen in der Region. Täglich erleben Pendlerinnen und Pendler auf dieser Strecke Zugausfälle und Verspätungen.“ Mit dem jüngsten Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn hat sich das Angebot in der Region für viele Pendlerinnen und Pendler deutlich verschlechtert. Gleichzeitig fällt die S-Bahn Rhein-Neckar im aktuellen Qualitätsranking des Landes Baden-Württemberg erneut zurück. Im SPNV-Qualitätsbericht des Landesverkehrsministeriums wird sie als „Absteiger“ bezeichnet. Auf einzelnen Linien übernimmt sie sogar die rote Laterne.

Wie groß der Unmut in der Region ist, zeigt auch die Online-Petition „Heidelberg darf nicht abgehängt werden!“, die innerhalb von nur zwei Monaten von über 8.000 Menschen unterzeichnet wurde. Für Brantner und Kollmann ist klar: Ohne Investitionen in Sanierung und Ausbau der Bahn-Infrastruktur droht der Region, den Anschluss im Schienenverkehr zu verlieren.

Quelle

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