/ via dieheidelberger /
Im Fachausschuss für Soziales und Chancengleichheit wurde auf Initiative der Grünen mit CDU, SPD und Die Linke ein Antrag für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Politik eingebracht. U.a. soll mit organisatorischen Maßnahmen sichergestellt werden, dass bei öffentlichen Terminen der Stadt Heidelberg Frauen eine angemessenen, repräsentative Rolle zukommt. Nach Aussage der Grünen wurden hierzu die großen Fraktionen und die, zu denen man einen kurzen Draht habe, angefragt.
Wenn es um Frauen und Gleichbehandlung bei Veranstaltungen im städtischen Kontext geht, sollten alle Frauen im Gemeinderat involviert sein. Das Kriterium der Größe der Fraktion oder des Verhältnisses zueinander ist hier deplatziert und erschließt sich uns nicht.
Eine dünne Entschuldigung, und man könne dies ja heilen, indem man die fehlenden Fraktionen jetzt noch „drauf schreibe“, macht die Sache nicht besser.
Für uns gilt, nur das zu fordern, was wir selbst beherzigen. Die Grünen erwarten von der Verwaltung mehr Geschlechtergerechtigkeit — sprich mehr Frauen — bei öffentlichen städtischen Veranstaltungen. Sie selbst haben aber versäumt, im Vorfeld alle Frauen aller Fraktionen in die Diskussion um das Für und Wider einzubinden. Diese Verhalten lässt Fragen offen.
