/ via dai /
„Diesen Film kann keine deutsche Filmemacherin in Deutschland und keine Iranerin im Iran machen.“
(Narges Kalhor)
Der Film Shahid verhandelt große politische Fragen in schmerzhaften, absurd-komischen Brechungen. Regisseurin Narges Kalhor will ihren Nachnamen „Shahid“ ablegen – im Iran heißt das „Märtyrer“. Mit dieser Ideologie will sie nichts zu tun haben, erst recht nicht im eigenen Namen. Der Antrag führt sie zu den Geistern ihrer Vorfahren und in die Mühlen deutscher Bürokratie. Zwischen Dokumentarfilm, Experiment und Selbstkommentar erkundet der Film ihre Familiengeschichte, die Geschichte Irans und Fragen von Identität – und hält radikalen Ideologien einen vielschichtigen Spiegel vor.
Narges Kalhor ist in Teheran geboren und lebt als iranisch-deutsche Regisseurin in Deutschland. 2009 beantragte sie hier Asyl. Ihr Kurzfilm Sensitive Content fand international Beachtung. Shahid (2024) lief im Berlinale Forum und wurde mehrfach ausgezeichnet.
Ort: Gloria & Gloriette Heidelberg
In Kooperation mit


