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Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis für Professor Dr. Farinaldo Da Silva Queiroz

/ via Max-Planck-Institut für Kernphysik Heidelberg /

Professor Dr. Farinaldo Da Silva Queiroz von der Universidade Federal do Rio Grande do Norte (UFRN) in Natal, Brasilien, ist mit dem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet worden.

Der Preis würdigt seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der Teilchen- und Astroteilchenphysik, insbesondere seine Forschungen zur Natur der Dunklen Materie im Universum. Professor Queiroz verbindet unterschiedliche theoretische Ansätze mit den neuesten experimentellen Ergebnissen und schlägt innovative experimentelle Tests vor.

Der Preis umfasst die Möglichkeit, gemeinsam mit Forschenden in Deutschland ein Forschungsprojekt nach eigener Wahl durchzuführen. Prof. Da Silva Queiroz plant eine Zusammenarbeit mit Professor Dr. Dr. h.c. Manfred Lindner am Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg. Er ist mit dem Institut und seinem Arbeitsumfeld vertraut, da Prof. Da Silva Queiroz bereits von 2015 bis 2017 als Postdoktorand in der Gruppe von Prof. Lindner tätig war. Das MPIK ist international für seine führende Rolle in der theoretischen und experimentellen Teilchen- und Astroteilchenphysik bekannt und bietet ein exzellentes Umfeld für gemeinsame Forschung.

Der Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis wird jährlich von der Alexander von Humboldt-Stiftung verliehen. Ausgezeichnet werden international anerkannte ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren bisherige Leistungen ihr Fachgebiet maßgeblich geprägt haben und von deren Forschung auch künftig bahnbrechende Impulse zu erwarten sind. Der Preis ist nach dem deutschen Astronomen und Mathematiker Friedrich Wilhelm Bessel (1784–1846) benannt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Er ist mit 60.000 Euro dotiert und umfasst eine Einladung, in Kooperation mit Fachkolleginnen und -kollegen in Deutschland frei gewählte Forschungsprojekte durchzuführen. Die Stiftung vergibt jährlich insgesamt rund 20 dieser renommierten Auszeichnungen.

Über das Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK): Die Forschungsgebiete des MPIK liegen an der Schnittstelle von Teilchenphysik und Astrophysik (Astroteilchenphysik) sowie der Vielteilchendynamik von Atomen und Molekülen (Quantendynamik). In der Astroteilchenphysik werden Fragen des Makrokosmos und Mikrokosmos zusammengeführt. Unkonventionelle Beobachtungsmethoden für Gammastrahlung und Neutrinos eröffnen neue Fenster zum Universum. Theoretisch wird untersucht, was sich hinter Dunkler Materie und Dunkler Energie verbirgt. In der Quantendynamik kommen Reaktionsmikroskope zum Einsatz, mit denen sich einfache chemische Reaktionen „filmen“ lassen. Speicherringe und Fallen ermöglichen Präzisionsexperimente unter weltraumähnlichen Bedingungen. Die Wechselwirkung intensiver Laserstrahlung mit Materie wird mit quantentheoretischen Methoden untersucht.

Quelle

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