Start.VeranstaltungWir müssen reden! (Neustart 2026)

Wir müssen reden! (Neustart 2026)

/ via dai /

„Wir-müssen-reden“ ist ein offenes Format für Menschen, die das echte Gespräch suchen – jenseits von Schlagabtausch und Selbstbestätigung. Hier geht es um die „Kunst der konstruktiven Begegnung“ mit Positionen, die fremd oder unbequem erscheinen, um neugieriges Zuhören und um das Ringen um Verständnis, ohne dabei die eigene Haltung aufzugeben.

Nach einer ersten, intensiven Begegnung mit VertreterInnen der AfD startet das Projekt nun in eine zweite Phase. In weiteren Dialogen zu Themen wie Demokratie, Zugehörigkeit (Integration vs. Abgrenzung) oder Leben in der Stadt (Wohnen vs. Feiern) werden gemeinsam konkrete Erfahrungsräume geschaffen, in denen Zuhören, Reflexion und klare Haltung zusammenfinden.

„Wir-müssen-reden“ ist kein Kurs, sondern eine Einladung zum Experiment: zu einer offenen, kritischen und zugleich empathischen Gesprächskultur. Die „Spielfelder“ (Themen) werden gemeinsam identifiziert und entwickelt.

Moderation: Thomas Hegemann, der sich als Organisationsentwickler und Unternehmensberater in den USA und Europa schwerpunktmäßig mit dem Thema Innovationsfähigkeit insbesondere von Organisationen auseinandergesetzt und als Coach und auch Fernsehmoderator viele Jahrzehnte Erfahrung mit gelingender wie auch misslingender Kommunikation (und Formaten) gesammelt hat.

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In Zeiten, in denen sich Meinungen verhärten und Gesprächsräume enger werden, suchen wir in diesem Format nach Begegnungen, die nicht sofort in Zustimmung oder Abwehr münden. Uns interessiert das Dazwischen – die Zone, in der unterschiedliches Denken, Fühlen und Erleben aufeinandertrifft. Wo Menschen reden, die sich sonst aus dem Weg gehen würden: über Politik und Zugehörigkeit, über Stadtleben, Verkehr, Klima, Freiheit – und über das, was für jede und jeden „unverhandelbar“ ist.

„Wir-müssen-reden“ ist kein Kommunikationskurs, kein Seminar über Empathie oder Gesprächsführung. Es ist eine Expedition in unbekanntes Gelände: Wie bleibt man im Gespräch, wenn der Impuls zum Abbruch oder einem Sich-Abwenden übermächtig wird? Was passiert, wenn man versucht, nicht sofort zu überzeugen, sondern wirklich zu verstehen – gerade da, wo es weh tut?

Wir wollen (an uns selbst) ausprobieren, wie Neugier, Zuhören und klare Haltung zusammengehen können. Wie sich „harte Moderation“ und echte Offenheit nicht ausschließen. Wir wollen den Austausch, was Teilnehmer in „solchen“ Situationen erleben und wie sie es angehen. Was passiert, wenn man sich darauf einlässt, den anderen nicht zu „bekehren“, sondern zu begreifen, was ihn bewegt – auch wenn man dessen Position entschieden ablehnt.

Der bisherige Pilot – eine Begegnung mit Mitgliedern der AfD – hat gezeigt, dass sich produktive Gesprächsdynamiken gerade dann entwickeln, wenn der Fokus nicht auf dem Widerlegen gegensätzlicher Positionen liegt, sondern auf dem Verstehen der zugrunde liegenden Motive, Emotionen und Bedürfnisse. Ohne ein Aufgeben einer kritischen Distanz. Dabei entsteht ein Erfahrungsraum, in dem Demokratie konkret verhandelt wird. Man spricht nicht aus der Distanz kommentierend „auf der Tribüne“ sondern geht raus aufs kommunikative „Spielfeld“ der direkten Begegnung.

Im Projekt „Wir-müssen-reden“ treffen Menschen aufeinander, die sich selbst, ihre Muster und ihre Reaktionen gut kennen – und die Lust haben, kommunikatives Neuland konkret zu betreten (statt zu theoretisieren). Es geht nicht um Harmonie, sondern um die Kunst, im Gespräch zu bleiben, ohne sich zu verbiegen. Um das Austarieren von Distanz und Nähe, Zuhören und Widerspruch.

Vielleicht finden wir dabei immer genauer heraus, was uns trennt – aber auch, was uns miteinander verbindet: das Bedürfnis, gesehen zu werden, verstanden zu werden, dazuzugehören. Wir erforschen: Wo und wie lassen sich Brücken bauen? Wo braucht es „Rote Linien“ bei gleichzeitiger Integration?

„Wir-müssen-reden – weil Demokratie nicht ohne Begegnung lebendig bleibt.

 

Anmeldung: events@dai-heidelberg
Das Programm ist als fortlaufende Reihe konzipiert, deren Termine aufeinander aufbauen. Daher empfehlen wir eine Teilnahme über den gesamten Zeitraum:
29.4. Meetingraum (2. OG, jeweils ab 19:15 Uhr)
6.5. Bibliothek
26.5. Bibliothek
10.6. Bibliothek
24.6. Meetingraum (2. OG)
9.7. Meetingraum (2. OG)



Quelle

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