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FORM AD – Feierabend Art+Science
Herstellung künstlicher Manganknollen für die Tiefsee in Heidelberg
Wer Akkus und Batterien herstellen will, benötigt bestimmte Metalle – etwa Nickel und Kobalt. Mit dem Aufschwung der Elektromobilität steigt die weltweite Nachfrage nach diesen Rohstoffen stetig. Die Elektroindustrie setzt zunehmend große Hoffnungen darauf, die benötigten Metalle künftig vom Meeresboden zu gewinnen.
Meeresbiologinnen und -biologen warnen jedoch vor möglichen gravierenden Umweltschäden.
Zahlreiche Forschungsteams beschäftigen sich sowohl mit den technischen Möglichkeiten des Tiefseebergbaus als auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und den potenziellen Umweltfolgen dieses Vorhabens.
Im Jahr 2018 starteten Dr. Sabine Gollner (NIOZ – Royal Netherlands Institute for Sea Research) und Stavroula Papadopoulou in Heidelberg (WerkStaat) ein Rekolonisationsexperiment. Ziel war es zu untersuchen, ob künstliche Knollen – als Ersatz für natürliche polymetallische Knollen – die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt nach deren Abbau unterstützen können.
Das Projekt wurde bereits dreimal wiederholt. Inzwischen wurden über 2.400 künstliche Knollen in Heidelberg hergestellt und mithilfe von Robotern in etwa 4.000 Metern Tiefe am Meeresboden platziert. Das Pilotprojekt ist auf eine Begleitforschung von 30 Jahren angelegt.
Wie es zu diesem Projekt kam, welche Herausforderungen eine solche Planung mit sich bringt und wie Kunst und Wissenschaft hierbei zusammenwirken können, ist Thema dieses Vortrags.
Ort: WerkStaat, Grabengasse 8, Universitätsplatz Heidelberg
Datum:05.11.2026
Uhrzeit: 18 Uhr

