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Silvesterfeuerwerk in Heidelberg | Die Heidelberger

/ via dieheidelberger /

Feuerwerk hat in vielen Kulturen eine lange Tradition, sein Ursprung liegt in China. Ein Feuerwerk sollte z.B. im christ­lichen Glauben böse Geister vertreiben und drückt heute die Vorfreude auf das neue Jahr aus.

Viele Menschen in Heidelberg leben diese Tradition und begrüßen das neue Jahr mit Böllern und Raketen, aber auch mit Sternregen oder Knall­erbsen.

Und jedes Jahr flammt erneut im Anschluss die Diskussion über ein Feuerwerk und Böllerverbot in Heidelberg auf.

Die recht­liche Lage ist klar. Die Stadt kann kein generelles Böllerverbot für das gesamte Stadt­gebiet aussprechen. Aller­dings können spezielle Verbotszonen einge­richtet werden.

Diese gibt es bereits zum Beispiel im Schloss­garten, in der histo­ri­schen Altstadt, sowie in der Nähe von besonders brand­emp­find­lichen Gebäuden wie Kirchen, Krankenhäuser,Kinder und Senio­ren­heimen u.a.

Auch zum Jahres­wechsel 2025/226 waren Feuerwehr Rettungs­dienst und Polizei in zahlreichen Einsätzen unterwegs und wieder wurden Einsatzkräfte mit Böllern beschossen.

In Deutschland starben in der Silves­ter­nacht mehrere Menschen und es gab viele Schwer­ver­letzte durch direkte Feuer­werksunfälle.

Die häufigsten Unfall­ur­sachen sind Fehlgebrauch, Alkohol­konsum,  Materi­al­fehler und illegale Pyrotechnik.

Der letzte Punkt zeigt deutlich, dass alleine ein Verbot von Feuer­werkskörpern nicht das Allheil­mittel ist. Denn wer schon heute illegal Pyrotechnik herstellt, wird sich auch bei einem Verbot nicht davon abhalten lassen, selbst gebaute Sprengkörper in der Silves­ter­nacht zu zünden.  

Hinzu kommt die Proble­matik, dass mittler­weile bereits Tage vor Silvester aber auch etliche Tage fast sogar bis zu einer Woche nach Silvester, Feuer­werkskörper gezündet werden. Auch dieses Fehlver­halten wird durch ein Verbot nicht ausge­hebelt.

Würden sich tatsächlich alle an geltende Gesetze und Vorschriften halten, wäre davon auszu­gehen, dass ein Großteil der negativen Begleit­erschei­nungen nicht auftreten würden.

Dies wurde uns auch bei einem Gespräch mit der Feuerwehr bestätigt.

Ein zentrales Feuerwerk z.B. in den Stadt­teilen, an bestimmten, dafür gekenn­zeich­neten Plätzen, könnte ein Lösungs­ansatz sein.

Eine solche Aktion würde den Müll und die Lärmbelastung – insbe­sondere auch für Tiere — auf bestimmte Zonen begrenzen, was nicht nur gut für die Umwelt wäre, sondern auch das Mitein­ander und den Zusam­menhalt im Stadtteil fördert.

Der Stadtteil Kirchheim hat dies bereits mehrfach prakti­ziert. Ursprung war damals das 1250-jährige Stadt­teil­jubiläum zu dessen Beginn in der Silves­ter­nacht ein zentrales Feuerwerk gezündet wurde. Viele kamen damals zum Kerwe­platz. Einige nur um zuzuschauen andere, um selbst auch zu böllern.  

Wie ist ihre Meinung dazu? Sollte in Heidelberg über ein weiteres, großflächige Feuer­werks­verbot nachge­dacht werden?Oder könnten zentrale Plätze für Feuerwerk in den Stadtteil dieLösung sein?

Quelle

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3 Kommentare

  1. Heidelberg sollte nur auf wenigen Flächen en zentrales Feuerwerk erlauben, wenn überhaupt. Es wird hauptsächlich vor den Gefahren durch explodierende Feuerwerkskörper gewarnt, die Menschen verletzen. Aber mindestens ebenso groß ist das Problem der Luftverschmutzung, nicht nur mit Feinstaub, sondern mit zig sehr gesundheitsschädlichen Chemikalien. Schaut man sich die entsprechenden Seiten der Luftverschmutzungs-Messungen an, sieht man, wie die Werte in der Silvesternacht und anschließend, sofern der Wind nicht für Auflösung sorgt, in astronomische Höhen steigen. Dies hat in den ersten Januartagen einen deutlichen Anstieg von Atemwegserkrankungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen mit Todesfolge bei Älteren zur Folge. Warum spricht iemand darüber? Feuerwerksverbot kann Leben retten!

  2. Jetzt kommen bestimmt wieder die Ego-Freiheitskämpfer. 🙂 Selbstverständlich muss es Regeln und auch Verbote geben bei diesem jährlichen Wahnsinn. Die Kosten und der Ärger stehen in keinem Verhältnis vor allem wenn man nach Berlin blickt. Wenn Häuser abrennen hat das nichts mehr mit Spaß und Feiern zu tun.

  3. Ich rate jedem, der hier noch von “Freiheit” und “ist doch nur einmal im Jahr” schwafelt, die Sylvesternacht mal mit einem Hund oder einer Katze zu verbringen. Die Panik der armen Viecher ist nur schwer zu ertragen… aber Hauptsache, die Lobbyisten und Hersteller der Pyros bekommen am Ende ihre fetten Vergütungen – so wie auch unsere Politiker. Mitgefühl? Pustekuchen. Der Rubel muss rollen.

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