/ via heidelberger frühling /
An der Schwelle zum 20. Jahrhundert traf die symbolistische Lyrik von Paul Verlaine, Charles Baudelaire und anderen den Nerv der Zeit. Die hochartifizielle Sprache dieser Dichter wurde in den mondänen Pariser Salons von der bürgerlichen Elite ebenso goutiert wie von Musikschaffenden, die sich davon zu Liedern voller Klangraffinesse inspirieren ließen. Dass in jener „Belle Époque“ auch zahlreiche Frauen selbstbewusst ihre Stimme erhoben, zeigen Laetitia Grimaldi und Ammiel Bushakevitz in ihrem Liedprogramm. Die Aufführung der Musik französischer Komponistinnen ist für die beiden ein Herzensprojekt, das in der Aufnahme des 2022 publizierten Albums „Ombres“ mündete.
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