StartGemeinderatGrüneGrüne beantragen Prüfung zur Nachrüstung von Hydranten zu Trinkwasserspendern

Grüne beantragen Prüfung zur Nachrüstung von Hydranten zu Trinkwasserspendern

/ via bündnis 90 – die grünen heidelberg /

Pressemitteilung der Gemeinderatsfraktion vom 24.07.2026 // 

Die dicht aufeinanderfolgenden Hitzewellen dieses Jahres machen es mehr als deutlich: Der Klimawandel hat auch Heidelberg erreicht und die Auswirkungen sind gesundheitsgefährdend. Öffentliche Trinkwasserversorgung ist eine einfache und wirksame Maßnahme des Hitzeschutzes. Allerdings konnten klassische Trinkbrunnen aufgrund hoher Investitionskosten bislang nur an wenigen Standorten realisiert werden. Deshalb hat die Grünen-Fraktion nun eine Prüfung beantragt, ob die Nachrüstung bestehender Hydranten eine – wirtschaftlich darstellbare – Ergänzung darstellen kann. Andere Städte (z.B. Wien) haben entsprechende Konzepte bereits entwickelt oder prüfen deren Einsatz. Ziel ist es, die Versorgung mit kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum auszubauen, ohne überall neue Infrastruktur errichten zu müssen.

Stadträtin Frieda Fiedler: „Wir wollen wissen, welche technischen, hygienischen und rechtlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sein müssen und welche Investitions- und Betriebskosten gegenüber klassischen Trinkwasserbrunnen entstehen. Vielleicht sind Plätze mit Wochenmärkten besonders geeignet, dort bestehen häufig bereits saisonale Wasseranschlüsse für die Marktstände. Wenn wir vorhandene Hydranten nutzen können, schaffen wir einen echten und innovativen Mehrwert für den Hitzeschutz. So könnte beispielsweise die Feuerwehr während Hitzeperioden spezielle Aufsätze für Hydranten installieren, an denen man sich Trinkwasser abzapfen oder auch einfach nur erfrischen kann. Heidelberg braucht mehr kostenlose Trinkwasserangebote, derzeit gibt es lediglich drei im ganzen Stadtgebiet.“

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Leander von Detten ergänzt: „Uns interessiert auch, wie das im Haushalt 2026 beschlossene Budget für Trinkwasserbrunnen konkret eingesetzt werden soll. Trotz des allgemeinen Konsolidierungsdrucks hatte der Gemeinderat Mittel in Höhe von 100.000 Euro für Investitionen in Trinkwasserbrunnen gesichert. Damit besteht eine konkrete Handlungsgrundlage. Wir haben die Verwaltung daher gebeten, nicht nur die Potenziale der Hydrantenumrüstung zu prüfen, sondern parallel darzulegen, wie diese Mittel zielgerichtet eingesetzt werden können. Außerdem bitten wir um einen Standortplan, der hitzebelastete Orte mit hoher Aufenthaltsqualität priorisiert.“

Quelle

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