/ via dieheidelberger /
Dass wir uns mit dem Thema Hitzeschutz beschäftigen, ist richtig und wichtig. Die Sommer werden heißer und wir werden uns als Kommune, aber auch auf Landesebene, Gedanken machen müssen, wie Schulen, öffentliche Gebäude und Aufenthaltsorte besser an diese Entwicklung angepasst werden können.
Langfristige Lösungen benötigen jedoch Zeit und Geld. Deshalb sollten wir uns auch fragen- Was können wir bereits heute tun? Dazu gehören ganz einfache Dinge. Funktionierende Rollos und Jalousien in Schulen und öffentlichen Gebäuden gehören genauso dazu wie die Nutzung kühlerer Räume oder die flexible Gestaltung des Schulalltags an besonders heißen Tagen.
Es ist wichtig die vorhandenen Möglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen. Manchmal muss man auch „einfach mal machen“, statt lange über die perfekte Lösung zu diskutieren.Eine Ermöglichungskultur ist an der Stelle wichtig!! Schulen und viele Vereine wollen selbstständig handeln, dürfen es aber oft nicht, weil sie über jede Menge Hürden stolpern.
Dabei sollten wir den Blick nicht nur auf die Schulen richten. Die Hitze macht schließlich nicht vor dem Schultor halt. Betroffen ist die gesamte Bevölkerung. Besonders belastend ist sie jedoch für ältere Menschen, Familien und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.
Gerade für diese Menschen sind leicht zugängliche Informationen und konkrete Hilfsangebote besonders wichtig. Mit der Kühlen Karte verfügt unsere Stadt bereits über ein gutes Instrument. Wir haben gehört, dass dies regelmäßig aktualisiert wird. Dies muss natürlich mehr bekannt gemacht werden. Andere Städte gehen ähnliche Wege und ergänzen ihre Angebote um Hinweise auf Trinkwasserstellen und kühle Aufenthaltsmöglichkeiten. Z.B. Mannheim und Karlsruhe.
Ebenso wichtig ist die Versorgung mit Trinkwasser. Wasser kann bereits heute in vielen öffentlichen Gebäuden wie Schulen, dem Rathaus oder anderen städtischen Einrichtungen aufgefüllt werden. Auch zahlreiche Geschäfte bieten diese Möglichkeit an. Vielleicht sollten wir noch stärker darauf aufmerksam machen, wo dies bereits möglich ist.
Informationen über das richtige Verhalten an heißen Tagen, Hinweise auf Trinkwasserangebote und kühle Aufenthaltsorte können unkompliziert über die Internetseite der Stadt, das Stadtblatt, die Rhein-Neckar-Zeitung und die sozialen Medien weitergegeben werden.
Gleichzeitig sollten wir aber auch die Eigenverantwortung der Menschen nicht aus dem Blick verlieren. Die Stadt sollte informieren und unterstützen, aber sie kann nicht jede Herausforderung des täglichen Lebens übernehmen.Ausreichend zu trinken, auf Warnhinweise zu achten und das eigene Verhalten an extreme Temperaturen anzupassen, gehört auch zur persönlichen Vorsorge jedes Einzelnen.
Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Deshalb brauchen wir sowohl sinnvolle Unterstützung als auch Eigenverantwortung. Langfristige Lösungen werden Zeit und Geld benötigen. Umso wichtiger ist es, bereits heute die pragmatischen Möglichkeiten zu nutzen, die uns zur Verfügung stehen.

