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Carmen Niebel zum Thema Hitzeschutz

/ via dieheidelberger /

Dass wir uns mit dem Thema Hitze­schutz beschäf­tigen, ist richtig und wichtig. Die Sommer werden heißer und wir werden uns als Kommune, aber auch auf Landes­ebene, Gedanken machen müssen, wie Schulen, öffent­liche Gebäude und Aufent­haltsorte besser an diese Entwicklung angepasst werden können.

Langfristige Lösungen benötigen jedoch Zeit und Geld. Deshalb sollten wir uns auch fragen- Was können wir bereits heute tun? Dazu gehören ganz einfache Dinge. Funktio­nie­rende Rollos und Jalousien in Schulen und öffent­lichen Gebäuden gehören genauso dazu wie die Nutzung kühlerer Räume oder die flexible Gestaltung des Schul­alltags an besonders heißen Tagen.

Es ist wichtig die vorhan­denen Möglich­keiten bestmöglich auszu­schöpfen. Manchmal muss man auch „einfach mal machen“, statt lange über die perfekte Lösung zu diskutieren.Eine Ermög­li­chungs­kultur ist an der Stelle wichtig!! Schulen und viele Vereine wollen selbst­ständig handeln, dürfen es aber oft nicht, weil sie über jede Menge Hürden stolpern.

Dabei sollten wir den Blick nicht nur auf die Schulen richten. Die Hitze macht schließlich nicht vor dem Schultor halt. Betroffen ist die gesamte Bevöl­kerung. Besonders belastend ist sie jedoch für ältere Menschen, Familien und Menschen mit gesund­heit­lichen Einschrän­kungen.

Gerade für diese Menschen sind leicht zugäng­liche Infor­ma­tionen und konkrete Hilfs­an­gebote besonders wichtig. Mit der Kühlen Karte verfügt unsere Stadt bereits über ein gutes Instrument. Wir haben gehört, dass dies regel­mäßig aktua­li­siert wird. Dies muss natürlich mehr bekannt gemacht werden. Andere Städte gehen ähnliche Wege und ergänzen ihre Angebote um Hinweise auf Trink­was­ser­stellen und kühle Aufent­halts­mög­lich­keiten. Z.B. Mannheim und Karlsruhe.

Ebenso wichtig ist die Versorgung mit Trink­wasser. Wasser kann bereits heute in vielen öffent­lichen Gebäuden wie Schulen, dem Rathaus oder anderen städti­schen Einrich­tungen aufge­füllt werden. Auch zahlreiche Geschäfte bieten diese Möglichkeit an. Vielleicht sollten wir noch stärker darauf aufmerksam machen, wo dies bereits möglich ist.

Infor­ma­tionen über das richtige Verhalten an heißen Tagen, Hinweise auf Trink­was­ser­an­gebote und kühle Aufent­haltsorte können unkom­pli­ziert über die Inter­net­seite der Stadt, das Stadt­blatt, die Rhein-Neckar-Zeitung und die sozialen Medien weiter­ge­geben werden.

Gleich­zeitig sollten wir aber auch die Eigen­ver­ant­wortung der Menschen nicht aus dem Blick verlieren. Die Stadt sollte infor­mieren und unter­stützen, aber sie kann nicht jede Heraus­for­derung des täglichen Lebens übernehmen.Ausreichend zu trinken, auf Warnhin­weise zu achten und das eigene Verhalten an extreme Tempe­ra­turen anzupassen, gehört auch zur persön­lichen Vorsorge jedes Einzelnen.

Hitze­schutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Deshalb brauchen wir sowohl sinnvolle Unter­stützung als auch Eigen­ver­ant­wortung. Langfristige Lösungen werden Zeit und Geld benötigen. Umso wichtiger ist es, bereits heute die pragma­ti­schen Möglich­keiten zu nutzen, die uns zur Verfügung stehen.

Quelle

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