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Vernissage am Samstag, 24. Oktober 2026, 19 Uhr
Begrüßung: Angelika Wild-Wagner, 2. Vorsitzende GEDOK Heidelberg
Gespräch: Anne Arend-Schulten im Dialog mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Arend
Musik: Katerina Pinosova-Ruzickova am Klavier, „Herrliche Zeiten“ – für die Ausstellung entstandene Komposition „Schattenfresser –
Leichtigkeit – Gemeinschaft“
Finissage: Samstag, 21. November 2026, 11.00–14.00 Uhr
Art & Drinks mit Führung durch die Ausstellung
Während der Ausstellungszeit finden folgende Veranstaltungen statt:
Herbstlese, Do., 22. Oktober, 19 Uhr
Literatinnen der GEDOK Heidelberg lesen aus ihren Neuerscheinungen.
Dunkelleuchten, Do., 29. Oktober, 19 Uhr
Konzertlesung und Buchvorstellung, Barbara Imgrund (Lyrik) und Brigitte Becker (Klavier).
Ausgehend von Colette’s Satz „Was für ein herrliches Leben hatte ich! Ich wünschte nur, ich hätte es früher bemerkt.“ widmet sich die Ausstellung Herrliche Zeiten den Erfahrungen, Erinnerungen
und Hoffnungen von Frauen. Die gezeigten Objekte und Installationen von Anne Arend-Schulten aus Brühl entstehen aus Materialien gelebten Lebens, die in einem vielschichtigen
Transformationsprozess zu eigenständigen skulpturalen Formen werden.
Die Arbeiten erinnern an organische, geologische oder fossile Strukturen, ohne diese abzubilden. An keiner Stelle erscheint eine weibliche Gestalt – und doch ist sie stets Ausgangspunkt der
Arbeiten und in jeder Form mitgedacht. So eröffnen die Skulpturen Assoziationsräume zwischen Körper, Natur und Erinnerung und laden dazu ein, das Lebendige als einen offenen Prozess von
Beziehung, Wandel und Selbstorganisation zu erfahren.
Im Zentrum der Ausstellung steht für die Künstlerin Anne Arend-Schulten die Frage, wie Erinnerung, Material und Form miteinander verwoben sind und wie aus Brüchen, Veränderungen und gelebter Zeit
neue Bedeutungen entstehen. Die Skulpturen sind keine Abbilder, sondern Spuren eines Werdens. Sie erzählen von Verletzlichkeit und Widerstandskraft, von Vergänglichkeit und von der Fähigkeit des
Lebens, immer wieder neue Formen hervorzubringen.
Diese Haltung verdichtet sich im Zusammenspiel des Objekts „Schattenfresser“ mit dem poetischen Fragment „Hoffen bleicht die Sorge“. Hoffnung erscheint hier nicht als Verdrängung des Dunklen,
sondern als Kraft, die Veränderung und Zukunft ermöglicht.
Begleitend zur Ausstellung erweitern ein interdisziplinäres Gespräch zwischen Kunst, Kunsthistorik, Zellbiologie, Evolutionstheorie und Philosophie sowie eine poetische Intervention der Lyrikerin
und Philosophin Miriam Ysa Calista die Ausstellung von Anne Arend-Schulten um wissenschaftliche und poetische Perspektiven auf das Lebendige.
GEDOK Galerie
Römerstraße 22, 69115 Heidelberg
www.gedok-heidelberg.de, [email protected]
Öffnungszeiten: Do + Fr 16–19 Uhr, Sa 11–14 Uhr und nach Vereinbarung unter [email protected] oder mobil 0137 1618418

