Keine gute Heimpremiere in der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg hatte der USC Heidelberg II mit der 57:63 (7:21, 22:29, 38:39)-Niederlage gegen die Merlins Crailsheim II.
Der Start in die Partie verlief aus Heidelberger Sicht denkbar schlecht. Die Merlins nutzten unsere fehlende Intensität und Konzentration konsequent aus und führten nach dem ersten Viertel bereits mit 21:7. Besonders Mathéo Hermann prägte die Anfangsphase mit elf Punkten und er sorgte dafür, dass die Gäste früh einen deutlichen Vorsprung aufbauen konnten.
Im zweiten Viertel zeigte der USC II jedoch eine deutlich bessere Reaktion. Er erhöhte die Intensität, fand bessere Lösungen und konnte den Rückstand Schritt für Schritt verkürzen. Mit einem 15:8 für Heidelberg war die Partie zur Halbzeit wieder deutlich offener.
Auch nach der Pause blieb das Spiel umkämpft. Heidelberg II konnte den Rückstand weiter reduzieren und zeigte, dass der schwache Start den weiteren Spielverlauf nicht bestimmen musste. Zu Beginn des vierten Viertels gelang uns schließlich ein 7:0-Lauf, durch den wir mit 47:42 in Führung gingen. Damit entwickelte sich die Partie endgültig zu einem offenen Schlagabtausch. Insgesamt wechselte die Führung im vierten Viertel sechs Mal. Bei 57:56 lag das Team von Trainer Stefan Gagic kurz vor Schluss noch einmal vorne, ehe Crailsheim die entscheidenden Würfe traf und sich mit 63:57 durchsetzen konnte.
USC II: Edmundson 22/1, Dosan 9, Pflüger 7/1, Thomas 6, Kropp 4, Deglovic 3/1, Chatzidamianidis 3/1, Pindur 2, Schönit 1, Agoussi.
Trainer Stefan Gagic: „Offensiv war es für uns allerdings ein außergewöhnlich schwacher Abend. Wir hatten eine Reihe offener Würfe, konnten diese aber nicht konsequent nutzen und trafen insgesamt nur vier Dreipunktewürfe. Das steht deutlich im Gegensatz zu unserer offensiven Produktion der vergangenen Saison, in der wir durchschnittlich rund zehn Dreier pro Spiel getroffen haben. Dazu kamen vergebene einfache Abschlüsse, insbesondere bei Korblegern und von der Freiwurflinie.
Auch in den entscheidenden Minuten fehlte uns teilweise die notwendige Konzentration. Gerade in einer so engen Schlussphase werden kleine Fehler und vergebene Chancen schnell entscheidend. Joshua Edmundson hielt uns mit 22 Punkten, davon elf im vierten Viertel, lange im Spiel. Trotzdem gelang es uns nicht, die Partie nach der zwischenzeitlichen Führung zu unseren Gunsten zu entscheiden.
Defensiv können wir mit 63 zugelassenen Punkten grundsätzlich leben. 57 erzielte Punkte entsprechen allerdings nicht der Art von Basketball, die wir spielen wollen. Unser Anspruch ist es, mit Energie, Tempo und hoher Intensität aufzutreten und uns offensiv deutlich mehr Möglichkeiten zu erarbeiten und diese auch zu verwerten.
Wir müssen diese Niederlage deshalb schnell hinter uns lassen. Die Saison ist noch lang, und für uns geht es jetzt darum, aus den Fehlern zu lernen, weiter hart zu arbeiten und möglichst schnell unseren Rhythmus und unsere Konstanz zu finden. Gerade für unsere junge Mannschaft gehören solche schwierigen Spiele und Phasen zum Entwicklungsprozess dazu. Entscheidend ist, wie wir darauf reagieren.“
Michael Rappe
Beitragsbild: Joshua Edmundson erzielte gegen Crailsheim II 22 Punkte. Zum Sieg reichte das nicht. Foto: Stefan Weindl

