StartOrganisationen WissenschaftMPI KernphysikMPIK gratuliert Francis Halzen zum Erhalt des Nobelpreises für Physik 2026

MPIK gratuliert Francis Halzen zum Erhalt des Nobelpreises für Physik 2026

/ via Max-Planck-Institut für Kernphysik Heidelberg /

Francis Halzen von der University of Wisconsin-Madison wurde der diesjährige Preis „für seine entscheidenden Beiträge zum Neutrino-Observatorium IceCube und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs“ verliehen.

Mit seiner Arbeit ebnete Halzen den Weg für die Hochenergie-Neutrinoastronomie – ein Forschungsgebiet, das eng mit der Wissenschaft am MPIK verbunden ist. Tatsächlich haben Wissenschaftler:innen des MPIKs bereits mehrfach mit ihm sowie der IceCube-Kollaboration zusammengearbeitet.

Halzen war von 2007 bis 2012 Mitglied im Fachbeirat des Instituts. Am MPIK hat die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe (DFG) von Elisa Resconi (heute TU München) von 2005 bis 2011 die Datenanalyse von IceCube koordiniert und wesentlich zur Entwicklung der Erweiterung „DeepCore“ beigetragen, womit Objekte in der Milchstraße besser beobachtet werden können.

IceCube erlaubt rund um die Uhr eine Beobachtung von hochenergetischen kosmischen Neutrinos aus allen Raumrichtungen. Werden diese registriert, erfolgt automatisch eine Benachrichtigung weiterer Instrumente und Observatorien, so das H.E.S.S.-Observatorium in Namibia. Bei geeigneten Beobachtungsbedingungen können die die Teleskope von H.E.S.S. das auslösende Ereignis zusätzlich im Licht hochenergetischer Gammastrahlung verfolgen. Dieser Multi-Messenger-Ansatz führte bereits zu mehreren erfolgreichen gemeinsamen Publikationen von IceCube mit Forschungsprojekten des MPIK (H.E.S.S. und HAWC).

Im Bereich der Neutrinophysik allgemein widmet sich die Forschung am MPIK fundamentalen Fragestellungen rund um diese „Geisterteilchen“, die ganz grundlegend unser Verständnis des Universums betreffen: Wie schwer sind Neutrinos? Gibt es mehr als die drei bekannten Arten von Neutrinos? Sind Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen?

Das MPIK gratuliert herzlich Francis Halzen zu dieser herausragenden Auszeichnung.


Nobelpreis für Physik 2026

Abteilung ‚Nichtthermische Astrophysik‘ (Jim Hinton) am MPIK

Abteilung ‚Astroteilchenphysik‘ (Susanne Mertens) am MPIK

IceCube-Kollaboration


Quelle

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