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Heidelberg erinnerte an die Deportation nach Gurs vor 86 Jahren

/ via Stadt Heidelberg /

Mit einer Gedenkveranstaltung im Forum am Park und einer anschließenden Kranzniederlegung am Gurs-Mahnmal ist in Heidelberg am 22. Oktober 2026 an die Deportation der badischen Jüdinnen und Juden in das südfranzösische Lager Gurs erinnert worden. Vor 86 Jahren wurden mehr als 6.500 Menschen aus Südwestdeutschland verschleppt, darunter rund 300 jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Heidelberg. 
Bei der Veranstaltung, zu der die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Heidelberg e. V. (GCJZ) gemeinsam mit dem Amt für Chancengleichheit ins Forum am Park eingeladen hatte, blickte die Theodor-Heuss-Realschule auf ihr „Abraham-Pokal-Jahr“ zurück, in dem Vielfalt, Erinnern, Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt eine zentrale Rolle spielten. Anschließend wurde der Abraham-Pokal für das Schuljahr 2026/27 an die Geschwister-Scholl-Schule verliehen. Der Pokal geht an Schulen, die sich selbst verpflichten, sich ein Jahr lang im Unterricht und in Projekten mit Antisemitismus, Interreligiösem Dialog, Toleranz und gesellschaftlicher Vielfalt zu befassen. Benannt ist er nach Abraham, der als Stammvater für die drei großen monotheistischen Weltreligionen gilt. Wie interreligiöser Dialog im Schulalltag konkret gelebt werden kann, zeigte die Vorstellung der Schulprojekte des Vereins „Kultur der Religionen“.

Gedachten am Mahnmal in der Schwanenteichanlage der Menschen, die 1940 nach Gurs deportiert wurden (v.l.): Michael Schwarzmann (Jüdischer Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Heidelberg e.V.), Jona Pawelczyk-Kissin (Rabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg), Prof. Dr. Michael Schmitt (Katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Heidelberg e.V.), Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Pfarrer Mirko Diepen (Evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Heidelberg e.V.), Helmut Haas (Schatzmeister der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Heidelberg e.V.). (Joe Pohl)
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