/ via anpfiff ins leben /
Für Bernd Kippenhan ist der Volksbank Kraichgau-Cup von Anpfiff ins Leben weit mehr als ein sportliches Ereignis. Das Sitzvolleyballturnier in der Hoffenheimer Sporthalle am Großen Wald fand bereits zum siebten Mal statt und der Sinsheimer Bürgermeister ist sehr angetan gewesen. Das Rennen um den Turniersieg entwickelte sich zu einem regelrechten Fotofinish zwischen dem Dresdner SC 1898 und der Rheinland-Pfalz-Auswahl, das nur aufgrund der hauchdünn besseren Punktedifferenz zugunsten der Sachsen ausfiel. Anpfiff Hoffenheim sicherte sich den dritten Rang ganz knapp vor dem tschechischen Nationalteam.
“Ich war heute zum ersten Mal hier und bin begeistert”, sagte Kippenhan nach der offiziellen Begrüßung, bei der er zusammen mit dem Anpfiff-Vorsitzenden und ehemaligen Sinsheimer Oberbürgermeister Jörg Albrecht ein paar Worte an die Teilnehmenden richtete.
“Gerade in Zeiten, in denen leider immer mehr national gedacht wird, ist solch ein internationales Turnier umso wichtiger”, sagte er und ergänzte, “dieser Austausch über Landesgrenzen hinweg ist das, was wir dringend brauchen.” Als ehemaliger Klasse-Handballer wusste Kippenhan obendrein den sportlichen Aspekt zu schätzen und beobachtete, “bei unserer Begrüßung eine gewisse Anspannung unter den teilnehmenden Teams, was mich an meine aktive Zeit in Wiesloch und Malschenberg erinnert hat.”
Die von ihm angesprochene Gelegenheit zum kommunikativen Austausch nahmen die Mannschaften am Samstagabend rege in Anspruch. “Viele Spielerinnen und Spieler haben sich verabredet, um im Foyer der Sporthalle zusammen zu sitzen und gemeinsam zu Abend zu essen”, sagte Natalja Rausch.
Die Anpfiff-Koordinatorin „inklusiv aktiv“ im Hoffenheimer Pavillon kümmerte sich zusammen mit einem engagierten Organisationsteam um den reibungslosen Ablauf der beiden Tage. Neben den Anpfiff-Mitarbeiterinnen Natalja Rausch und Michelle Dübon gehörten die FSJlerin Johanna Günther sowie Linus Lettau zum Orga-Team. Deren Planung begann vor rund drei Monaten. Unzählige Arbeitsstunden und viel Leidenschaft bildenten die Grundlage für zwei wieder einmal tolle Turniertage auf einem sportlich hohen Niveau.
“Der Volksbank Kraichgau-Cup ist längst eine Traditionsveranstaltung hier bei uns in Hoffenheim”, sagte Michelle Dübon, Anpfiff-Koordinatorin Bewegungsförderung für Amputierte und fügte hinzu, „wir freuen uns Inklusion im und durch den Sport sowie das gemeinschaftliche Miteinander seit Jahren hier in Hoffenheim zu ermöglichen und zu fördern.“
Von Samstagmorgen bis Sonntagnachmittag wurde geschmettert, gepritscht und gebaggert. Das sportliche Niveau im Sitzvolleyball wird augenscheinlich jedes Jahr besser. Die Bälle fliegen in einem unfassbar schnellen Tempo und für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar über die 110 Zentimeter Netzkante. Auf drei Plätzen herrschte durchgängig Betrieb, der Spielplan war so gestaltet, dass alle neun Teams auf sieben, beziehungsweise acht Partien kamen und das auf einem möglichst ausgeglichenen sportlichen Niveau. Acht Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter waren über die zwei Tage im Einsatz.
Neben der Leistungsgruppe A, die Dresden für sich entschied, ging es auch in der Leistungsgruppe B eng zur Sache. Der Leipziger BRS setzte sich hier durch vor dem Team aus Prag und dem SSC Berlin durch. Der TSV Bayer 04 Leverkusen und der SV 1845 Esslingen folgten auf den Plätzen.
Unzählige Male zu Gast gewesen ist Jörg Albrecht, früher als Sinsheimer Oberbürgermeister, heute als 1. Vorsitzender von Anpfiff. Er sagte: “Es ist einfach immer wieder schön hier zu sein und die Freude bei den Teilnehmenden und zeitgleich Sitzvolley auf technisch hohem Niveau zu sehen.”
Ein verlässlicher Partner über alle bisherigen Ausgaben des Turniers hinweg ist die Volksbank Kraichgau. „Beim Volksbank Kraichgau-Cup steht neben dem sportlichen Ehrgeiz vor allem das Miteinander im Vordergrund. Auf und neben dem Spielfeld entsteht eine besondere Gemeinschaft, in der Austausch, Fairness und Teamgeist spürbar werden. Genau das macht dieses Turnier so wertvoll – und deshalb unterstützen wir es als Volksbank mit großer Überzeugung“, sagte Max Böhler, Leiter Spenden und Sponsoring der Volksbank.
