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In einem hochspannenden Duell um den Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg trafen unsere beiden Anpfiff ins Leben-Partnervereine FC-Astoria Walldorf und die SG Heidelberg-Kirchheim als Tabellennachbarn aufeinander. Vor mehr als 200 Zuschauern stand viel auf dem Spiel: Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied hätte die Heidelberger an Walldorf vorbeigeschoben. Das Abwehrbollwerk der Gäste hielt dabei lange Stand, aber die besseren Individualisten und der deutlich höhere Ballbesitz ließen am Ende die Walldorfer verdient jubeln.
Walldorf startete von Beginn an druckvoll in die Partie und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Die Heidelberger Defensive um die starken Abwehrspieler Lian Obert und Morris Ejiofor stand jedoch kompakt und machte es Walldorf schwer, im Zentrum geeignete Abnehmer für die Hereingaben über die Außenpositionen zu finden. Bei Walldorf lief viel über die linke Seite, und der starke Antreiber Kerem Yilmaz sorgte vor dem Strafraum der Heidelberger für viel Unruhe. Zählbares kam dabei erst einmal nicht heraus, bis auf einen Pfostentreffer aus der Distanz von Sam Dennig.
Bähr verhindert die Führung der Gäste – Di Mauro trifft
Trotz der Dominanz des FC-Astoria Walldorf blieb Heidelberg-Kirchheim durch individuelle Fehler der Walldorfer Abwehr beim Spielaufbau gefährlich. Die größte Chance zur überraschenden Führung für Heidelberg-Kirchheim vergab Finn Hagen, der sich den Ball nach einem Fehlpass schnappte, auf den Walldorfer Keeper allein zulief und an einer starken Parade von Bastian Bähr scheiterte. Der mit 6 Toren bisherige Top-Torjäger der Rückrunde, der Kirchheimer Til Huber, blieb dagegen in der ersten Hälfte weitestgehend blass.
Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Walldorf für den hohen Aufwand. Romeo Di Mauro, der im Verlauf der Partie später noch einmal mit einem Pfostentreffer scheiterte, sorgte mit einer sehenswerten Einzelleistung an der 16-Meter-Linie für die verdiente Führung. Sein flacher Abschluss schlug unten rechts ein.
Heidelberg versuchte immer wieder, seine Angreifer Huber und Tim Van Soldt in Szene zu setzen, aber ohne dabei zählbare Chancen herauszuarbeiten. Die Dominanz der Gastgeber blieb erhalten.
Ein Konter auf das leere Tor bringt die Entscheidung
In der Schlussphase warf Kirchheim alles nach vorne, um noch wenigstens einen Punkt mitzunehmen und den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zu erhalten. Viele lange Bälle wurden nach vorne gespielt, aber die Abwehr um den Kapitän Niklas Wirth hielt Stand und wehrte alle Versuche ab. In den letzten Minuten kam der Torwart der Gäste bei einer Ecke mit in den gegnerischen Strafraum, um den Ausgleich zu erzwingen. Der Ball wurde abgewehrt und Walldorf nutzte dies eiskalt aus: Nach einem schnellen Umschaltspiel über wenige Stationen wurde der aufgerückte Wirth perfekt bedient und schob aus 20 Metern zum 2:0-Endstand ins verwaiste Tor ein.
Mit nun sechs Punkten Abstand auf einen Abstiegsplatz verschafft sich die Mannschaft von Trainer Meik Spieler bei noch fünf ausstehenden Spieltagen nun erst einmal etwas Luft.
