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Eine Führung über den Heiligenberg
Der Heiligenberg ist nicht nur bedeutende Landmarke, sondern auch ein Kulturdenkmal ersten Ranges.
Seine hervorragende natürliche Schutzlage mit einer überschaubaren, klar begrenzten Gipfelfläche sowie seine beherrschende Stellung in der Landschaft haben sehr früh Menschen angezogen und lassen bereits in der Bronzezeit eine größere Siedlung entstehen. Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus spielte der Berg eine besondere Rolle in der wechselvollen Geschichte der Region. Zwei Klosterruinen und eine monumentale Freilichtbühne geben auf den ersten Blick nur die jüngsten Relikte seiner Jahrtausende währenden Besiedlungsgeschichte preis.
Die beiden konzentrischen Umfassungswälle aus der Keltenzeit sind heute oberirdisch bestenfalls noch als steinübersäte Terrassenkanten zu erkennen. Die Befestigungsanlage besteht aus einem inneren Wall mit einem Umfang von 2,1 Kilometern und einem äußeren, deutlich tiefer gelegenen Wall von 3,1 Kilometern Umfang. Innerhalb der Ringwälle besetzten auf terrassierten Hängen Hunderte von Wohn- stellen und Gruben das Plateau und die Hänge.
Der karge Boden erlaubte nur in sehr geringem Umfang Landwirtschaft, weshalb die Kelten auf die Erträge der Bauern in der fruchtbaren Ebene angewiesen waren. Abbau und Verhüttung von Eisenerz kann nicht die vorrangige Erwerbsgrundlage der Höhenbewohner gewesen sein, denn dazu war die Qualität der Erzlager nicht ausreichend.
Viel eher war es eine vermutete „Kontrollstation“ für den Warenverkehr am sogenannten Hackteufel, einem Granitriff im Neckar, das bis zu dessen Kanalisierung die Schifffahrt massiv behinderte.
Dies veranlasste die Kelten, den Heiligenberg zu einem zentralen Herrschaftsort auszubauen. Im 4. Jahrhundert vor Christus war er für etwa 150 Jahre politisches, religiöses und kulturelles Zentrum des gesamten Umlandes und verlor erst im 3. Jahrhundert an Bedeutung.
Auch nach den Kelten war der Berg über Jahrtausende das Zentrum von Macht und Religion:
Die Römer schufen auf dem Gipfel ein Heiligtum für ihre Götter Jupiter und Merkur, das später von den Merowingern und Franken zu einer frühmittelalterlichen Königsburg umgebaut wurde.
Vor rund 1000 Jahren entstand das Michaelskloster auf der hinteren Kuppe, dessen eindrucksvolle Ruinen noch heute zu sehen sind. Das Kloster wurde in den folgenden Jahrhunderten zu einem beliebten Wallfahrtsort.
Zwischen 1934 und 1935 schließlich, schufen die Nationalsozialisten auf dem Berg mit ihrer monumentalen Freilichtanlage die “Thingstätte”. Das jüngste Baudenkmal, das heute noch das Aussehen des Berges prägt.
Heute nun haben wir die Ehre und das Vergnügen von Herrn Bert Burger über das weitläufige Gelände geführt zu werden und seinem Vortrag zu lauschen. Herr Burger gehört der Schutzgemeinschaft Heiligenberg und der Handschuhsheimer Geschichtswerkstatt an. Unterstützt wird er hierbei von unserem Dozenten, Herrn Hans Matiatko.
Nach der Führung besteht natürlich noch die Möglichkeit im Restaurant “Waldschenke Heiligenberg” einzukehren.
Leitung: Herr Hans Matiatko
Treffpunkt: Donnerstag, 07.05.2026 15:15 Uhr Parkplatz Waldschenke an der Schranke
Herr Matiatko bietet an:
“Wer mich zu Fuß zu begleiten möchte (auch bei Regen): Treffpunkt: 07.05., 14:00 Uhr, Philosophenweg/Ecke Bergstraße. Aufstieg und Abstieg über Mönchberghütte-Bismarcksäule-Philosophenweg.”
Bitte der Akademie unbedingt mitteilen!
Aufstieg über Schweizerweg-Mönchberghütte, Abstieg über Bismarcksäule-Philosophenweg.”
( Ein Flyer zum Keltenweg auf den Heiligenberg liegt im Kurpfälzischen Museum aus.)
Beginn der Führung von Herrn Burger: 15:30 Uhr
Seine hervorragende natürliche Schutzlage mit einer überschaubaren, klar begrenzten Gipfelfläche sowie seine beherrschende Stellung in der Landschaft haben sehr früh Menschen angezogen und lassen bereits in der Bronzezeit eine größere Siedlung entstehen. Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus spielte der Berg eine besondere Rolle in der wechselvollen Geschichte der Region. Zwei Klosterruinen und eine monumentale Freilichtbühne geben auf den ersten Blick nur die jüngsten Relikte seiner Jahrtausende währenden Besiedlungsgeschichte preis.
