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Kulturhauptstadt zu sein bedeutet, ein Jahr lang zu zeigen, wie vielfältig und lebendig Kultur in Europa ist. In der Pädagogischen Hochschule kamen zahlreiche Interessierte zusammen, um über eine mögliche Bewerbung Heidelbergs als Europäische Kulturhauptstadt zu diskutieren. Auf dem Podium saßen Elisabeth Schweeger aus der Kulturhauptstadt Bad Ischl 2024, Barbara Ludwig, ehemalige Oberbürgermeisterin von Chemnitz, und Stefan Schmittke, international erfahrener Kulturmanager und Leiter der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Sie berichteten offen über Chancen, aber auch über die Schwierigkeiten, die ein solcher Prozess mit sich bringt. Besonders deutlich wurde: Eine Kulturhauptstadt-Bewerbung ist kein Routineprojekt, sondern verlangt Mut, Offenheit und die Bereitschaft, auch unbequeme Themen der eigenen Stadt sichtbar zu machen.
Manfred Lautenschläger, Vorsitzender des Vereins Kultur für Europa, erinnerte daran, dass es in Deutschland rund 6.800 Museen und etwa 100 Millionen Besucher pro Jahr gibt – ein Hinweis darauf, dass Europa im Kern ein Kulturprojekt ist. Außerdem betonte er, dass jeder investierte Euro ein Vielfaches zurück bringt.
Die Diskussion machte klar, dass eine Bewerbung viele Chancen bietet, aber auch Konflikte und offene Fragen: Was ist möglich? Was fehlt? Und wie können Stadtteile, Vereine, Unternehmen, Gastronomie und die Menschen selbst eingebunden werden?
Der Beitrag Experten-Diskussion zum Thema Kulturhauptstadt erschien zuerst auf Die Heidelberger.
