/ via der paritätische /
Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes:
„Union und SPD einigen sich auf das Gebäudemodernisierungsgesetz und verkaufen es als ‚Befreiung‘ vom Heizungsgesetz. In Wahrheit zünden sie eine soziale Zeitbombe. Die angebliche ‚Technologieoffenheit‘ ist ein Geschenk für die Gaslobby, aber eine Kostenfalle für für viele Privathaushalte. Die Tatsache, das Gas- und Ölheizungen weiter eingebaut werden dürfen, ist keine Freiheit, sondern eine Falle. Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland leben zur Miete. Sie entscheiden nicht, womit ihre Wohnung beheizt wird. Aber sie zahlen die Rechnung, wenn in den nächsten Jahren die CO2-Preise steigen.
Der versprochene Schutz vor steigenden Nebenkosten ist nichts als eine Nebelkerze, eine Absichtserklärung ohne Instrument, also ohne Zähne und ohne Wirkung. Handfest ist bei diesem Gesetz nur eines: das Entgegenkommen gegenüber der Gaswirtschaft.
Ein Gesetz zur Modernisierung, das weder Klima noch Geldbeutel schützt, verdient seinen Namen nicht.“
