/ via der paritätische /
Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht zum Thema „Sprachliche Förderung und Schulvorbereitung in Kindertageseinrichtungen“ neue Erkenntnisse aus einer bundesweiten Umfrage unter Kindertageseinrichtungen. Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen auf der einen Seite, dass Sprachförderung in den meisten Kindertageseinrichtungen fest verankert ist und als zentrale Aufgabe wahrgenommen wird, insbesondere mit Blick auf den Übergang in die Schule. Kita-Leitungen schätzen die methodischen Kompetenzen der Mitarbeitenden weit überwiegend positiv ein, und auch Beobachtungsverfahren für die kindliche Entwicklung sind sehr weit verbreitet. Zudem zeigen ergänzend Daten des Deutschen Jugendinstituts, dass verschiedene Aspekte der Sprachbildung in der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften zunehmend Raum einnehmen.
Auf der anderen Seite zeigen die Ergebnisse, dass es vielerorts an gezielter Unterstützung für die sprachliche Entwicklung von Kindern fehlt: Zwei Drittel der Einrichtungen geben an, dass sie den sprachlichen Förderbedarf der Kinder mit dem vorhandenen Personalschlüssel nicht abdecken können. Dieser Wert ist gegenüber dem Vergleichsjahr 2021 deutlich erhöht und weist auf eine zunehmende Belastung von Fachkräften hin. Für eine bessere sprachliche Bildung in Kindertageseinrichtungen braucht es daher neben ausreichenden zeitlichen Ressourcen für individuelle Förderung von Kindern auch verstärkt Funktionsstellen für die sprachliche Bildung und mehr Unterstützung von Fachkräften in Form von Fortbildungsprogrammen und Fachberatung. Das gilt insbesondere für Kindertageseinrichtungen mit einem hohen Anteil von Kindern mit Unterstützungsbedarf bei der sprachlichen Bildung.
An der Umfrage haben von Mai bis Juni 2025 mehr als 3.200 Kindertageseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet teilgenommen.
