/ via anpfiff ins leben /
Mit diesem Abschluss-Slogan gingen die jungen Nachwuchstalente der U12 des FC-Astoria Walldorf mit vielen neuen Eindrücken zum Thema Lerninhalte nach Hause. Und schalten nun täglich vom Fußballplatz direkt in den Denkmodus um.
Phase 1: Aufwärmen, Verhaltensregeln und die Vorbereitung auf die Safari
Tom begrüßte die Mannschaft herzlich im heimischen Walldorf. Nach Stationen in Ludwigshafen, Gimbsheim, Heidelberg und Speyer ging es nun darum, ob die Walldorfer Jungs die echten „Lern-Champions“ werden.
Gemeinsam mit den „Safari-Rangern“ – Co-Trainer Nico und Co-Trainerin Lara – ging es auf große Lern-Safari. Doch wie auf dem Rasen galten auch hier glasklare Verhaltensregeln: Melden, auf dem Platz sitzen bleiben, Hände ruhig halten und aufmerksam zuhören. Natürlich auch Handys aus, und als das erste Handy laut Sprachbefehle gab – und alle laut lachen mussten – wurde es eben einkassiert vom Betreuer der Mannschaft.
Generell spielte inhaltlich das Mobiltelefon in allen Übungen eine große Rolle, denn es ist sicherlich eines der Hauptfaktoren, was das Lernen erschweren kann. „Ihr nehmt ja auch keines mit auf den Sportplatz bei einem Spiel”, merkte Tom mit einem Augenzwinkern an.
Sogar gelbe und rote Karten lagen vorne auf dem Tisch bereit. An anderen Standorten mussten sie schon gezückt werden, aber die Walldorfer Jungs kamen ohne eine Verwarnung davon.
Der Fahrplan für den Tag war ambitioniert: Erst die Qualifikation durchlaufen, dann die Profi-Tricks in drei Leveln meistern, und schließlich das große, geheimnisvolle Finale bestreiten.
Psychologin Kathy ist überzeugt: „Zum Lernen brauchen wir Motivation und Freude!“ Sie stellte den 11- und 12-jährigen Kickern direkt zwei Fragen: „Was wollt ihr unbedingt noch im Fußball lernen und was in der Schule?”
Phase 2: Fakten-Feuerwerk über das Gehirn & die Qualifikationsrunde
Tom lieferte den Nachwuchsathleten verblüffende Fakten über das eigene Gehirn: Es verbraucht 20 % des Sauerstoffs, den wir einatmen. Es benötigt 50 % des Blutzuckers. Wenn man also ein Nutellabrot isst, wandert die Hälfte der Energie direkt ins Gehirn zum Denken. Im Kopf arbeiten 100 Milliarden Nervenzellen mit X-Billionen synaptischen Kontakten, die riesige Netzwerke bilden.
Und besonders überrascht waren die Astoria-Jungs darüber, dass die theoretische Speicherkapazität des Gehirns unglaublichen 150 Millionen Büchern entspricht. Die Ausrede, dass zehn Französisch-Vokabeln nicht mehr in den Kopf passen, zählte also ab sofort nicht mehr.
In der anschließenden Fragerunde meldeten sich die Jungs clever zu Wort: „Wie kann es sein, dass man nach einer Woche Vorbereitung Sachen vergisst, wenn man doch Terabytes an Speicher im Kopf hat?” Tom lobte die Frage: „Eine Woche vorher geballt zu lernen (oder gar erst einen Tag vorher) sei oft mehr Glück als echte Strategie.” Auf dem Platz gewinnt man schließlich auch nur nachhaltig durch Teamwork und Strategie, nicht durch reines Glück!”
Phase 3: Das richtige Mindset und das große Endgegner-Finale
Weiter ging es mit der mentalen Stärke. Tom erklärte: „Selbst Stars wie Messi, Ronaldo oder Pelé sind nicht als Meister vom Himmel gefallen; auch sie mussten Niederlagen und Misserfolge einstecken.”
Rückfragen an sich selbst bei Rückschlägen seien sehr wichtig: Habe ich zu wenig geübt? War der Stoff zu schwer und ich brauche noch Hilfe? Oder hatte ich einfach nur Pech?
Im großen Finale warteten zwei „Endgegner“ in Form von Praxis-Szenarien auf die Jungs. Co-Trainerin Lara liest das erste Szenario vor: „Die Sechstklässlerin Anna steht vor einer Biologieprüfung über das menschliche Skelett. Obwohl sie das Thema spannend findet, schiebt sie die Vorbereitung bis zum späten Abend vor der Prüfung auf. Statt das Wissen aktiv abzurufen, markiert sie mit einem Textmarker fast jede Zeile bunt im Buch, ohne es wirklich zu verstehen. Nebenbei läuft laute Radiomusik und sie checkt ständig ihr Handy. Sie liest alles fünfmal durch, geht viel zu spät schlafen und ihr Gehirn kann das Gelernte im Schlaf nicht festigen. Am nächsten Morgen ist sie völlig erschöpft und weiß in der Arbeit kaum noch etwas.”
Die U12-Kicker beantworteten nun die Frage, was Anna beim nächsten Mal besser machen könne und analysierten fleißig das Szenario. Sie kamen zu verschiedenen Ergebnissen. Ein Spieler sagte: „Das Handy muss weg!“ Ein anderer Nachwuchs-Kicker bemerkte sofort, dass Anna einfach alles bunt markiert hat, ohne den Überblick zu behalten oder den Inhalt wirklich zu verstehen.
Fazit des tollen Workshops: Die U12 des FC-Astoria Walldorf hat nicht nur auf dem Rasen Köpfchen, sondern beweist auch im Klassenzimmer echte Profi-Qualitäten! Mit den richtigen Lern-Tricks, starkem Fokus und der passenden Einstellung sind die Jungs bestens gerüstet für die nächsten Herausforderungen.

