/ via anpfiff ins leben /
Fußballer kennen das. Ohne ein Warmlaufen kann man keine Topleistungen vom Anpfiff weg liefern. Bei Anpfiff ins Leben und in diesem Fall beim Partnerverein TSG Hoffenheim, hat man dies als Aufhänger genommen, um seinen Jugendfußballern die Möglichkeit zum schulischen „Warmlaufen“ vor dem neuen Schuljahr 2026/27 zu bieten. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung African Children Help, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Bildung von Kindern in Afrika zu unterstützen.
Das Angebot ist außerordentlich beliebt. Es wird von den jungen TSG-Fußballern regelmäßig in Anspruch genommen. Neben dem Fokus auf sportliche Leistungen ist es kein Geheimnis, dass ein Schulabschluss die Grundlage für ein späteres Berufsleben ist. In der Warmlauf-Woche geht es explizit darum, den Stoff des alten Schuljahres zum leichteren Einstieg noch einmal zu wiederholen und gleichzeitig einen Plan für das unmittelbar bevorstehende Jahr auszuarbeiten.
„Wir haben 28 Lehrkräfte, die regelmäßig zur Lernbegleitung und Nachhilfe kommen“, sagt Moritz Adler. Der Anpfiff-Laufbahnbegleiter Schule/Beruf/Studium bei der TSG hat schon jetzt das gesamte Schuljahr im Blick: „Wir kümmern uns aktuell um die Lernpläne der Jungs, damit sie neben dem Fußball die bestmöglichen Voraussetzungen für erfolgreiche schulische Leistungen bekommen.“
Unter den 28 Lehrkräften ist von der 20-jährigen Studentin, über mitten im Berufsleben stehenden Lehrerinnen und Lehrern, bis zum 82-jährigen Pensionär alles vertreten. Adler weiß aus Erfahrung: „Diese Vielfalt spricht für den Reiz einer solchen Aufgabe und ist für Sportler wie Lehrkräfte spannend zugleich.“
Lernhilfe gibt es querbeet über sämtliche Schulfächer von Biologie bis Spanisch, wobei manche mehr gefragt sind als andere. „Mathematik, BWL, Englisch und Französisch sind die Spitzenreiter“, verrät Jule Schneider, die mit Adler zusammen im Leistungsbereich der U17 bis U19 als Anpfiff-Laufbahnbegleiterin für die Nachwuchsfußballer zuständig ist. Sie ergänzt. „Neben der klassischen Nachhilfe finden auch Prüfungsvorbereitungen für die Absolventen statt.“
Der Aufgalopp in der letzten Sommerferienwoche diente zwei Gruppen von Fußballern als Einstieghilfe ins neue Schuljahr. Adler klärt auf: „Zum einen betrifft das die Neuzugänge, die auf diese Weise einen ersten Einblick in unsere Abläufe erhalten und die für sie wichtigen Personen kennenlernen. Zum anderen dient es denjenigen, die schon länger bei der TSG sind, bekannte Lerninhalte aufzufrischen und sich langsam an den Schulalltag ab nächster Woche zu gewöhnen.“
Das Warmlaufen fand aber nicht nur bei den Großen der Junioren, sondern auch im Grundlagenzentrum von der U12 bis zur U16 in Zuzenhausen statt. Dort sind von Anpfiff ins Leben die Laufbahngleiter Daniel Hecht und Yannick Roos zuständig.
Gerd Hagmaier, Gründer von African Children Help, möchte auch im kleineren Rahmen lokale Projekte begleiten. „Das ´Warmlaufen´ von Anpfiff bei der TSG ist für die Schüler eine tolle Gelegenheit sich langsam an das neue Schuljahr heranzuarbeiten. Das ist eine schöne Sache und daher bin ich sehr glücklich, mit meiner Stiftung einen Teil dazu beitragen zu können.“
Der Kontakt zu Anpfiff ins Leben besteht dabei sogar schon seit einigen Jahren, wie er weiter ausführt: „Einer meiner Söhne hat in Walldorf beim FC-Astoria in der Jugend Fußball gespielt und ich war damals schon begeistert, wie viel Arbeit und Zeit in die schulische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen gesteckt wird.“

