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Wenn queere Rechte unter Druck geraten: Zweite Rainbow City Lecture in Heidelberg

/ via Stadt Heidelberg /

Queere Rechte und Selbstbestimmung werden zunehmend zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Was steckt hinter dieser Entwicklung? Warum geraten queere Lebensweisen und Rechte in politischen Debatten unter Druck? Und was bedeutet das für eine demokratische Gesellschaft? Darum geht es bei der zweiten Rainbow City Lecture am Mittwoch, 21. Oktober 2026, von 18 bis 20 Uhr im Hörsaal 01 der Neuen Universität Heidelberg. Referentin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Christine M. Klapeer von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Der Titel ihres Vortrags lautet „We are here, we are queer, we are also the demos: Autoritäre Geschlechterpolitiken, Antifeminismus und LGBTIQ+ Bewegungen als Räume demokratischer Innovation“.
 
Antifeminismus richtet sich gegen die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen und queeren Menschen. Er kann sich etwa in Angriffen auf queere Veranstaltungen und Organisationen zeigen. Autoritäre Geschlechterpolitiken zielen darauf, bestimmte Vorstellungen von Geschlecht, Familie und Sexualität politisch zu stärken und andere Lebensweisen zurückzudrängen. Der Vortrag fragt vor diesem Hintergrund nach der Rolle von queeren Bewegungen für Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe.
 
Die Rainbow City Lecture ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Stadt Heidelberg und der Universität Heidelberg im Rahmen des Netzwerks Gender & Queer Studies und des CAS Gender & Queer Studies. Sie bringt aktuelle Forschung zu Geschlechtergerechtigkeit und sexueller Vielfalt in die öffentliche Debatte. 2026 findet die Lecture zum zweiten Mal statt. Zugleich bildet sie den Auftakt der Heidelberg Gender Lectures der Universität Heidelberg im Wintersemester 2026/27. Die Ringvorlesung zum Schwerpunkt „Raum und Geschlecht“ wird von Dr. Yaatsil Guevara González und Dr. Zhenwei Wang vom Heidelberg Centrum für Ibero-Amerika-Studien (HCIAS) organisiert. Bis 27. Januar 2027 widmen sich sieben weitere Vorträge in der Neuen Universität unter anderem dem Schwarzen Feminismus in Brasilien, der weiblichen Autorenschaft und dem Gendern in der deutschen Sprache.
 
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zum Austausch bei einem Umtrunk. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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