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Miriam Davoudvandi

/ via halle02 /

So. 05.07.26

Miriam Davoudvandi

feeLit 2026 – Internationales Literaturfestival Heidelberg gastiert zum zweiten Mal in der halle02.

Beginn: 15:00 Uhr

Die feeLit – Internationales Literaturfestival Heidelberg gastiert vom 2. bis 5. Juli mit ihren Autor:innen nun schon zum zweiten Mal in der halle02. An unserem Festivalort soll es um Bücher und das Schreiben gehen. In diesem Jahr präsentiert die feeLit nationale und internationale Literaturstars und bringt Autor:innen mit ihrem Publikum zusammen. 

 

Miriam Davoudvandi – Das können wir uns nicht leisten

Moderation: Philipp Neumeyr
Sprache: Deutsch

 

Musikjournalistin und Autorin Miriam Davoudvandi spricht bei feeLit. über ihr neues Buch „Das können wir uns nicht leisten“ und erzählt ausgehend von ihrer eigenen Kindheit, was Armut in Deutschland bedeutet – und warum sie weit über finanzielle Fragen hinauswirkt:

»Dieses Buch ist für alle, die in Victory-Schuhen statt Nikes rumgelaufen sind. Für alle, die sich geschämt haben, Freunde nach Hause einzuladen. Für alle, deren einzige Freizeitgestaltung Fußball oder die Glotze war, weil für alles andere kein Geld da war. Für alle, die mehr als einmal gehört haben: Das können wir uns nicht leisten.«

Um Jungs machte sie lange einen Bogen, denn Miriam Davoudvandi wusste, jeder Typ muss irgendwann ihre Wohnung von innen sehen: im schäbigen Sozialbau inmitten von Einfamilienhäusern, die vollgestellten Zimmer, das abgenutzte Bad. Die Scham, nichts bieten zu können und nicht dazuzugehören, prägte Miriam Davoudvandi spätestens seit ihrer Einschulung – und sie ist bis heute ein Teil von ihr.

Inzwischen ist sie sozial aufgestiegen und verdient mehr, als ihre Eltern es je taten.

Ihr Fazit: Geld macht sogar sehr glücklich. Aber zu welchem Preis? Und welche Spuren haben ihre Erfahrungen hinterlassen? Ehrlich und berührend erzählt Miriam Davoudvandi, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein. Dabei blickt sie nicht nur auf die offensichtlichen Schauplätze von Armut, sondern auch auf Aspekte wie Dating, Freundschaften, Familiengründung und Psyche, auf die Bedeutung des Fernsehers und das Leben als erste Studierende der Familie. Und zeigt, warum Arme sogar beim Sterben benachteiligt sind.

Miriam Davoudvandi, geboren 1992 in Bukarest, ist freie Journalistin, Moderatorin und Autorin und Host des WDR-Podcasts »Danke, gut«, in dem sie mit Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, über psychische Gesundheit spricht. Ihre journalistische Laufbahn begann sie mit Texten über Rap. Später war sie Chefredakteurin des Hip-Hop-Magazins. Heute erscheinen ihre Beiträge über Popkultur, Politik und Psyche u.a. im Spiegel und der Zeit. Miriam Davoudvandi lebt in Berlin.

»Eine persönliche Geschichte, die so viel Liebe enthält. Dieses Buch heilt Wunden.« Tahsim Durgun

Quelle

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