/ via taeter theater /
Ensemble Tangata
Bandoneon, Klavier und Streichquintett
Ein Bandoneon, ein Klavier, fünf Streicher: Das Ensemble Tangata bringt Tango in großer Kammerbesetzung auf die Bühne – zart und melancholisch, rhythmisch mitreißend und voller Spannung. Im Mittelpunkt steht Norbert Kotzans neue vierteilige Komposition „Migration 1926–2026.“ Sie spannt einen Bogen zwischen Deutschland und Argentinien, zwischen den Zwanzigerjahren und unserer Gegenwart. Die Musik erzählt vom Versprechen eines besseren Lebens, von Abschied und Fremdheit, vom schwierigen Ankommen – und von der Sehnsucht, dieser Wirklichkeit im Tanz für einen Moment zu entkommen. Milonga und Swing werden zur Gegenkraft: zum Rausch, aber auch zur Möglichkeit, Nähe und eine gemeinsame Sprache zu finden. Im abschließenden Fugato verweben und verwandeln sich die Motive der vorangegangenen Stücke. Verschiedenes bleibt hörbar und findet dennoch zusammen. Weitere Kompositionen von Kotzan sowie eigene Arrangements von Tangoklassikern ergänzen das Programm. Ein Konzert über Aufbruch und Begegnung, Rausch und Realität – und über die Macht der Berührung.
Programm und Idee der vier Teile
Norbert Kotzan: Migration 1926–2026
1. Der Ruf
Die Hoffnung auf ein anderes, besseres Leben: ein Versprechen, das zum
Aufbruch bewegt.2. Ankommen
Die neue Wirklichkeit fühlt sich zunächst schwer an: Abschied, Melancholie und Unvertrautes, das Suchen nach
Orientierung – aber auch erste Hoffnung.3. Milonga
Rausch und Eskapismus: Milonga und Swing öffnen einen Raum, in dem man der Realität für einen Moment entflieht und zugleich anderen begegnet
4. Fugato
Die Motive der drei vorhergehenden Stücke treten nebeneinander, verweben und entwickeln sich, geraten in Beziehung und versöhnen sich, ohne ihre Eigenart zu verlieren
Weitere Kompositionen von Norbert Kotzan: Casino · Monastral · Valsito Tangoklassiker in eigenen
Arrangements von Norbert Kotzan
Das Ensemble
Sieben Musikerinnen und Musiker, zwei Klangwelten: Im Ensemble Tangata trifft das Bandoneon von Norbert Kotzan auf Streichquintett und Klavier.
Die Streicher – Arne Müller, Tatyana Kashytska, Leonid Tenenbaum, Katharina Uzal und Sebastian Klass – musizieren seit vielen Jahren gemeinsam in der Kurpfalzphilharmonie Heidelberg und sind als Quintett bestens eingespielt.
Am Klavier sitzt Judith Herrmann, mit der Kotzan seit Jahren im Tango-Sextett Flirteando auf der Bühne steht.
Besetzung
Norbert Kotzan – Bandoneon, Komposition und Arrangemen
Judith Herrmann – Klavier
Arne Müller und Tatyana Kashytska – Violine
Leonid Tenenbaum – Viola
Katharina Uzal – Violoncello
Sebastian Klass – Kontrabass

