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Wir Heidelberger sehen den Handlungsbedarf zur Klimaanpassung und tragen sinnvolle Maßnahmen voll mit. Diese dürfen jedoch nicht zulasten der Infrastruktur gehen. Autos von Anwohnern und Arbeitnehmern verschwinden durch den Abbau von Stellplätzen nicht, sondern weichen mühsam in Nebenstraßen aus. Die wichtige Kundschaft für Handel und Handwerk bleibt mangels Parkplätzen irgendwann ganz weg. Der erzeugte Parksuchverkehr belastet die Umwelt oft mehr, als zusätzliche Bäume ausgleichen können.
Genau dieser Konflikt zeigt sich am Hans-Thoma-Platz Nord. Obwohl selbst das Amt für Mobilität für die ausgewogenere Variante 1A plädierte, drückte das Stadtplanungsamt in der Vorlage die maximale Variante 1B durch. Der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss folgte dem gegen unsere Stimmen und überging damit auch das klare Votum des Bezirksbeirats Handschuhsheim. Durch diese Entscheidung fallen im ohnehin durch den DoLa-Umbau belasteten Ortskern nun weitere wichtige Parkplätze ersatzlos weg. Wie fehlerhaft die Verkehrsplanung agiert, zeigt das Beispiel der einzigen Ladezone: Kaum markiert, musste sie wegen des neuen Radwegs nach wenigen Tagen schon wieder weichen. Wir fordern hier dringend mehr planerische Sorgfalt.

