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Die AfD-Erfolge verunsichern viele Menschen. Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt und kurz darauf in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wollen wir die Ergebnisse einordnen und zugleich den Blick darauf richten, was daraus folgt.
Wie ist zu erklären, dass die AfD trotz ihrer zunehmenden Radikalisierung immer mehr Zustimmung erfährt? Was sagt diese Entwicklung über unsere Gesellschaft und den Zustand unserer Demokratie aus? Welche Strategien im Umgang mit einer erstarkenden AfD sind tragfähig? Braucht es eine klare politische Abgrenzung, wie sie unter dem Begriff der Brandmauer diskutiert wird, oder andere Wege im Umgang mit der Partei und ihren Wählerinnen und Wählern?
Der Abend bietet Raum für Analyse, unterschiedliche Perspektiven und die Sorgen und Unsicherheiten, die diese Entwicklungen auslösen. Vor allem aber fragen wir nach Handlungsmöglichkeiten: Was können Politik und Parteien, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur und andere gesellschaftliche Akteure tun? Wie gelingt es, miteinander im Gespräch zu bleiben, auch wenn politische Positionen weit auseinanderliegen? Und wie blicken gerade junge Menschen auf die politischen Verschiebungen und ihre eigenen Möglichkeiten, Demokratie mitzugestalten?
Gemeinsam mit dem politischen Analysten Philipp Sandmann und weiteren Gästen wollen wir unterschiedliche Strategien diskutieren und danach fragen, was eine handlungsfähige Demokratie jetzt braucht. Ein Abend für Analyse, respektvollen Widerspruch und konkrete Ideen, wie Demokratie vor Ort wirksam werden kann.
Moderation: Thomas Hegemann
Philipp Sandmann ist Senior Analyst beim Berliner Thinktank European Stability Initiative (ESI) und beschäftigt sich mit europäischer Politik, Migration und Sicherheit. Aktuell analysiert er insbesondere die Auswirkungen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf Deutschland und Europa. Zuvor war er politischer Korrespondent bei RTL/ntv und absolvierte einen Master of Science in Foreign Service an der Georgetown University in Washington, D.C.
Prof. Dr. Havva Engin ist seit 2010 Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Bildungsprozesse in der migrationsdiversen Gesellschaft, Demokratiebildung sowie Extremismus/-Islamismusprävention. An der Heidelberg School of Education verantwortet sie die „Zusatz- und Querschnittsqualifikation Demokratiebildung“.
David Begrich, Jahrgang 1972, studierte nach einer Facharbeiterausbildung Theologie und Sozialwissenschaften an der Kirchlichen Hochschule Berlin (Ost). Er ist Referent für politische Erwachsenen- und Demokratiebildung und veröffentlicht regelmäßig zu Rechtsextremismus in Ostdeutschland.


