/ via spd heidelberg /
Am Montag, den 08.06., lud die SPD Handschuhsheim-Neuenheim zur Informationsveranstaltung zur Windkraft am Lammerskopf in das Alte Rathaus in Handschuhsheim ein. Dabei informierte Andreas Gißler von der Heidelberger Energiegenossenschaft die zahlreich erschienenen Interessierten.
Konkret ging es um den Plan der Heidelberger Energiegenossenschaft, 7 Windräder auf dem Lammerskopf zu errichten und den damit verbundenen Bürgerentscheid am 12. Juli. Ziel sei es, so jährlich rund 120 Mio. kWh sauberen Strom zu erzeugen, womit man etwa 50 % des privaten Strombedarfs in Heidelberg decken könne.
Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen an Herrn Gißler zu stellen – eine Möglichkeit, die sehr rege wahrgenommen wurde.
Ein Bedenken, welches dabei mehrmals geäußert wurde, war der Einfluss auf die Flora und Fauna am Lammerskopf. Andreas Gißler stellte jedoch dar, dass bloß 0,5 % der Fläche für den Windpark dauerhaft genutzt werden würden. Dabei seien auch nur Standorte in Betracht gezogen worden, an denen keine geschützten Buchenwälder wachsen oder geschützte Tierarten beheimatet sind. Selbst nach einem möglichen positiven Ausgang des Entscheids würden konkrete Standorte abermals geprüft werden.
Oft gestellt wurde außerdem die Frage, warum man den Windpark nicht in der Ebene aufbaue. Dies habe vor allem zwei Gründe. Zum einen gehöre der Lammerskopf im Gegensatz zur flachen Ebene zu den windhöffigsten Standorten im Norden Baden-Württembergs, was eine entsprechende Messung ergeben hat. Ein Windpark in der Ebene bringe folglich bei gleicher Größe weniger Leistung. Zum anderen besitze die Energiegenossenschaft dort keine Flächen, anders als am Lammerskopf, so Gißler.
Für Irritation sorgte auch, dass der Lammerskopf nicht mehr im Teilregionalplan Windenergie des VRRN enthalten ist. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Fläche für die Windenergie ausgeschlossen sei, sondern gebe der Stadt Heidelberg auf kommunaler Ebene die planungsrechtliche Möglichkeit, auf ihrer Gemarkung Standorte für Windenergie zu entwickeln.
Ferner liegt noch ein Ziel des Projektes darin, den Strom nicht nur vor Ort zu produzieren und damit unabhängiger vom Import fossiler Energieträger zu werden, sondern über die Heidelberger Energiegenossenschaft den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, direkt vom Projekt zu profitieren.
Alles in allem war es eine sehr aufschlussreiche Informationsveranstaltung. Ein Dank geht noch mal an Herrn Gißler für seine Vorstellung des Projekts und das Klären von Fragen.
Für mehr Informationen empfiehlt sich ein Blick auf die Website des Projekts unter www.windkraft-heidelberg.de. Die SPD Heidelberg unterstützt das Vorhaben dabei ausdrücklich und spricht sich für ein „Ja“ beim Bürgerentscheid am 12. Juli aus.
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