/ via dieheidelberger /
In allen Stadtteilen finden seit Jahrzehnten Straßenfeste und Kerwen statt. Aus der ursprünglichen Kirchweih mit Gottesdienst wurde im Laufe der Zeit ein mehrtägiges Fest mit Karussell, Zuckerwatte, Kerweschlumpel und Livemusik.
Bis heute feiern mehrere Tausende in Handschuhsheim eine legendäre Kerwe. Das Straßenfest der 80er Jahre in Kirchheim hingegen gehört der Vergangenheit an, dort wird wieder auf dem Kerweplatz gefeiert.
Manche Kerwe findet ohne Schausteller statt, aber die Stadtteilvereine versuchen, an alte Traditionen anzuknüpfen. In den jüngeren Stadtteilen haben sich etliche Stadtteilfeste mit großem Charme etabliert.
Allerdings hat die Medaille auch eine Kehrseite: Die Erwartungen der Gäste sind hoch — vom generationsübergreifenden Unterhaltungsangebot bis hin zu den kulinarischen Köstlichkeiten. Die Auflagen der Stadt, Beschwerden wegen Lärm sowie immer weniger aktive Helfer machen es immer schwerer, diese Feste zu organisieren.
Damit die Stadtteilfeste eine Zukunft haben, müssen wir sie wieder als Gemeinschaftsprojekt — mit weniger hohen Erwartungen und mehr gemeinsamer Tatkraft — verstehen.
Den vielen Ehrenamtlichen, die es überhaupt ermöglichen, dass wir feiern können, gebührt Respekt und Dank!!!

